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Alte und neue Schweriner zusammenführen : Flüchtlinge freuen sich auf Paten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Büro in der Puschkinstraße will Einheimische und Zuwanderer zusammenbringen

von
erstellt am 17.Nov.2016 | 12:00 Uhr

Schweriner, die eine Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie übernehmen möchten, haben jetzt eine feste Anlaufstelle in der Stadt. In der Puschkinstraße 35 hat gestern einen „Patenschaftsbüro“ seine Tore geöffnet. Die Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH vom Zentralrat der Muslime und die Schweriner Flüchtlingshilfe haben das Projekt gemeinsam auf die Beine gestellt – mit finanzieller Unterstützung aus dem Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“.

„Wir möchten die Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, willkommen heißen“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Eröffnungsfeier vor zahlreichen Gästen. Ziel des Bundesprogramm sei es, deutschlandweit 25 000 Patenschaften zwischen Einheimischen und Flüchtlingen zustande zu bringen. Die Patenschaften seien dabei keine Einbahnstraße, so Schwesig. Die Zuwanderer seien eine Bereicherung für Deutschland, betonte sie.

Als „schönes Zeichen“ bezeichnete Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier die Eröffnung des Büros mitten in der Stadt, die Integrationsarbeit in der Stadt könne durch Patenschaften wirksam unterstützt werden. Von den Zuwanderern würden neue Impulse für die Gesellschaft ausgehen, erklärte Mohamed Labari von der Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH. „Wir freuen uns dass wir den Zentralrat der Muslime als Partner gewonnen haben“, sagte Claus Oellerking von der Schweriner Flüchtlingshilfe, der sich auch bei Verbänden vor Ort um Unterstützung beim Patenschaftsprojekt bemüht hatte.

Ansprechpartner im Büro in der Puschkinstraße sind Heike Sobanski und Hamoud Aldghim. Sie helfen dabei, Kontakte zu mehr als 100 Flüchtlingen in Schwerin zu knüpfen, die bereits ein Interesse an einer Patenschaft signalisiert haben, beraten Ehrenamtliche, organisieren Schulungen. Eine Patenschaft könne von regelmäßigen Treffen über gemeinsame kulturelle Aktivitäten und die Unterstützung bei Behördengängen bis zu einer Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge reichen, erklärte Claus Oellerking.









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