Flucht war geplant

Wird gesucht: der geflohene Ralf J.
Wird gesucht: der geflohene Ralf J.

Justizministerin Kuder: Vorwürfe gegen die Forensische Psychiatrie

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19. März 2015, 17:30 Uhr

Nach der Flucht des Rostocker Gewalttäters Ralf J. bei einem Krankenhausaufenthalt hat Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) Vorwürfe gegen die Forensische Psychiatrie erhoben, in der der Mann zuvor als Patient behandelt worden war. Entgegen den Vorschriften sei dem 49-Jährigen bereits am Freitag bekannt gewesen, dass am Montag darauf sein Operationstermin in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik angesetzt war, sagte Kuder. „So hatte er ausreichend Zeit, seine Flucht vorzubereiten“, sagte Kuder gestern. Der als gefährlich geltende Mann ist seit Montag vergangener Woche auf der Flucht. Es ist nach Worten der Justizministerin nicht auszuschließen, dass der Mann sich bereits am Wochenende in den Besitz einer Schere brachte und diese beim Verlassen der Forensischen Klinik bei sich führte. Hinzu komme, dass die konkreten Weisungen der Klinik zur Fesselung des Patienten der Gefährdungslage nicht angemessen waren. Die Abnahme der Handfessel in der Toilette der HNO-Klinik hatte der Patient genutzt, um die beiden Begleiter mit der Schere zu bedrohen, zu überwältigen und zu flüchten. Kuder kündigte an, heute mit dem Leiter der Forensik über Konsequenzen zu sprechen.

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