zur Navigation springen

Industrie in Schwerin : Fliegersitze kommen aus Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Flugzeug-Zulieferer aus Süddeutschland baut neues Werk im Industriepark Göhrener Tannen – Produktion startet zu Jahresbeginn 2017

15 Spaten, eine alte Munitionskiste und jede Menge Prominenz im Schweriner Industriepark Göhrener Tannen: Die Zeichen stehen auf Firmenansiedlung. Die Firma Zim Flugsitz GmbH aus Markdorf in Baden-Württemberg hat am Mittwoch den Grundstein für ihr neues Werk gelegt. Es wird 8000 Quadratmeter groß und soll die Produktion nächstes Jahr aufnehmen. 20 000 Flugzeugsitze sollen dann pro Jahr das Schweriner Werk verlassen – in der ersten Ausbaustufe. Die Erweiterung von zunächst 65 Arbeitsplätzen auf mehr als 100 sei aber schon geplant, sagt Angelika Zimmermann, gemeinsam mit ihrem Mann Peter Inhaberin des Unternehmens.

„Wir haben Geschäftsbeziehungen mit 30 Fluglinien weltweit, und es gibt eine große Nachfrage nach unseren Produkten. Doch eine Erweiterung unserer Produktionskapazitäten ist am alten Standort nicht möglich, deshalb haben wir nach einem geeigneten neuen gesucht – und ihn in Schwerin gefunden“, berichtet Angelika Zimmermann. „Wir waren sehr positiv überrascht von dem freundlichen Entgegenkommen der Stadt und der Wirtschaftsförderung des Landes.“ Der Kontakt war über MV Invest auf der Flugmesse in Hamburg hergestellt worden.

Auch der Generalunternehmer für den Bau des neuen Werkes, Roland Steiger von der Harsch Bau GmbH, ist voll des Lobes über Schwerin. „Unfassbar, wie konstruktiv hier gearbeitet wird. Wir haben von der Verwaltung alle Unterstützung bekommen, die man sich wünschen kann“, so Steiger. Nur deshalb könne jetzt so schnell gebaut werden.

Das freut Wirtschaftsminister Harry Glawe und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Wir sind froh über die Entscheidung für Mecklenburg“, sagt Glawe und Gramkow ergänzt: „Wir meinen es ernst mit der Wirtschaftsförderung.“

Was genau gebaut wird, erläutert Steiger: Geplant sind eine zweigeschossige Produktionshalle und ein dreigeschossiges Verwaltungsgebäude mit Sanitärtrakt und Fitnessstudio. „Insgesamt entstehen hier 50 000 Kubikmeter umbauter Raum“, sagt Steiger. Gebaut werde mit Betonfertigteilen, deren Produktion bereits im Betonwerk Schwerin laufe. Mit dem Zusammensetzen der rund 400 Elemente werde nächsten Monat begonnen. Ende dieses Jahres soll das Werk fertig sein, die Produktion Anfang des nächsten Jahres beginnen.

Die Beschäftigten werden aus der Region kommen, kündigt die Firmenchefin an. „Das ist einer der Gründe, die für Schwerin sprechen: Wir sind sicher, hier qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte zu finden.“ Gesucht werden zunächst Führungskräfte, dann klassische Handwerksberufe wie Mechaniker, Tischler, Polsterer. „Interessenten können sich unter bewerbung@zim-flugsitz.de melden“, sagt die Firmenchefin.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Mai.2016 | 23:27 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen