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Schweriner Krankenhaus : Flemming-Klinik bald modernisiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Land investiert 29 Millionen Euro in das psychiatrische Krankenhaus auf dem Sachsenberg

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Das psychiatrische Krankenhaus auf dem Sachsenberg wird zu einer modernen Klinik umgebaut. Dafür werden rund 29 Millionen Euro investiert. Das Geld kommt komplett vom Land. Baubeginn soll Ende des Monats sein.

„Die mehr als 150 Jahre alten Häuser der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik und deren Ausstattung entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen an ein modernes Krankenhaus“, sagt Torsten Dombrowski, Chef des Bereiches Werterhaltung und Bau. „Teilweise sind die Patienten noch in sehr kleinen Vier-Bett-Zimmern untergebracht.“ Toiletten und Duschen befinden sich jetzt noch auf dem Flur. Das soll sich bis 2021 ändern. „Es wird maximal Zwei-Bett-Zimmer geben mit jeweils eigenem Bad.“ Außerdem werden die Fassaden saniert. Die Elektrotechnik und der Brandschutz werden auf den aktuellen Stand gebracht.

Sechs Häuser sind betroffen. Einige erhalten Anbauten. „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt“, sagt Dombrowski. „Auch die Denkmalpfleger zeigen sich durchaus kompromissbereit. Das ist nicht selbstverständlich, denn Denkmalpflege und Krankenhäuser harmonieren nicht unbedingt miteinander.“ Alle Knackpunkte seien allerdings noch nicht ausgeräumt. „Wir sind aber in sehr guten Gesprächen“, sagt Torsten Dombrowski. Obwohl die Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden mussten, sollen vor allem regionale Firmen zum Zuge kommen. „Wir haben die Lose deshalb so klein wie möglich gehalten“, so Dombrowski. Der allererste Auftrag ging an ein Unternehmen aus Wittstock.

Die Carl-Friedrich-Flemming-Klinik auf dem Sachsenberg hat etwas mehr als 450 Patienten. Sie und ihre Besucher müssen sich während der Bauzeit auf „tageweise“ Einschränkungen einrichten. Staub, Lärm und fehlende Parkplätze seien nicht ganz zu vermeiden. „Ziel ist es, die Belastungen so gering wie möglich zuhalten“, sagt Torsten Dombrowski. „Deswegen wird nur in den Bereichen gebaut, in denen sich keine Patienten mehr aufhalten.“ Das bedeutet auch Umzüge von einem Haus ins andere, um Baufreiheit zu bekommen.

Die Carl-Friedrich-Flemming-Klinik wird mit der Sanierung komplett umstrukturiert. Therapie-Räume werden vergrößert und moderner gestaltet. Die Klinik-Schule soll in einen größeren Bau umziehen. „Wir haben der Stadt ein entsprechendes Mietangebot gemacht“, sagt Dombrowski.

Der Umbau und die Modernisierung des Krankenhauses auf dem Sachsenberg liegt zwar im Interesse der Betreiber, der Helios-Klinken. Ideengeber war aber das Land. Dessen Vertreter waren vor mehr als zwei Jahren an den Klinik-Konzern herangetreten und hatten die komplette Finanzierung angeboten.

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