Schwerin : Flaschen-Fischen am Pfaffenteich

Idyllisches Panorama mit kleinen Schönheitsfehlern:  Auf dem Pfaffenteich schwimmen immer öfter Flaschen statt Enten.
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Idyllisches Panorama mit kleinen Schönheitsfehlern: Auf dem Pfaffenteich schwimmen immer öfter Flaschen statt Enten.

Mit der Freiluftsaison beginnt die Hochsaison für die Stadtreinigung.Vor allem der Zustand des Pfaffenteiches sorgt bei Schwerins Bürgern für viel Unmut. Die "kleine Alster" gleicht bisweilen einer Müllkippe.

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24. Mai 2013, 08:18 Uhr

Altstadt | So sehr viele Schweriner endlich Sonnenschein pur und mediterrane Temperaturen bis spät in den Abend herbeisehnen - auch dieser Wunsch hat eine Kehrseite. Mit der Freiluftsaison beginnt nämlich auch die Hochsaison für die Stadtreinigung. Immer noch lassen viel zu viele Gut-Wetter-Genießer ihre Party-Reste unbeeindruckt in der Gegend liegen. Eine SVZ-Leserin ärgert sich vor allem über den Zustand des Pfaffenteiches. Die "kleine Alster" gleiche an manchen Tagen fast schon einer Müllkippe. Vor allem eine kleine, aber hartnäckige Gruppe Trinkfreudiger sorge für diesen jämmerlichen Anblick, so die Schwerinerin, die jeden Tag am Pfaffenteich vorbeigeht.

Nachdem SVZ bei der Stadt nachgefragt hatte, ob dieses Problem bekannt sei und was dagegen zu tun ist, machten sich die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen vor Ort ein aktuelles Bild, setzten sich auch mit dem Kommunalen Ordnungsdienst in Verbindung. Die ernüchternde Bilanz: "Für uns ist das Problem nicht auffällig", sagt Ilka Wilczek, Geschäftsführerin der SDS. Man habe etwa fünf bis zehn Flaschen im Wasser gesehen, aber das sei zu dieser Jahreszeit leider normal. Deshalb ist der Terminplan der Reinigungskräfte ohnehin von April bis Oktober übervoll: dreimal pro Woche säubern sie das Wasser des Pfaffenteichs von Müll, sechsmal pro Woche den Uferbereich. Alle zwei Wochen wird die Freitreppe ordentlich geputzt, bei Bedarf sogar mit einem Kärcher gegen Entendreck. "Wir haben mehrere Brennpunkte, an denen sich der Müll häuft", sagt Wilczek und meint unter anderem den Bertha-Klingberg-Platz und die Schlosspromenade. Doch die finanziellen Mittel der SDS, den Umweltsündern hinterherzuräumen, sind begrenzt. "Deshalb appelliere ich immer wieder an die Leute, vernünftig zu sein, ihren Müll wieder mitzunehmen und in eine Tonne zu werfen."

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