Feuer bei Erntearbeiten : Flächenbrand vor Panstorf gestoppt

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Nachdem die Flammen gelöscht waren, wurden mit Pflug oder Grubber Sicherheitsstreifen um die Brandstellen gezogen. Werner Mett

Bei Erntearbeiten vor Panstorf brach gestern ein Feuer aus und vernichtete 30 Hektar Wintergerste. Bei einem weiteren Brand nahe Grambow wurde ein Mähdrescher zerstört.

svz.de von
16. Juli 2012, 08:40 Uhr

Panstorf | Geschafft, aber erleichtert standen gestern nach einem gut 90-minütigen Löscheinsatz Landwirte, Feuerwehrleute und weitere Helfer am Rande von Panstorf auf einem Getreideacker zusammen. "Das war gefährlich. Der böige Wind machte es uns ganz schön schwer", fasst Willi Zipser zusammen. Der Leezener Wehrführer gehörte zu den ersten Feuerwehrleuten, die gestern gegen 13 Uhr auf dem in Brand stehenden Getreidefeld eintrafen. "Allein hätten wir das nie unter Kontrolle bekommen. Wir haben sofort Verstärkung angefordert." Die rückte schnell an. Ebenso kam Hilfe von den Landwirten der Region und den Panstorfern. Bei den Einwohnern des kleinen Ortsteils von Leezen war die Furcht sicher auch am größten. Schließlich bestand die Gefahr, dass das Feuer sich ausbreitet und auf die Häuser übergreift. Doch nach einer halben Stunde hatten Feuerwehrleute und Helfer den Flächenbrand unter Kontrolle. Nach einer weiteren Stunde war dann alles gelöscht. "Etwa 30 Hektar Wintergerste wurden vernichtet", schätzt Albrecht Kowalski vom Gut Leezen. Es ist der einzige Schlag mit Wintergerste dieses Betriebes. Die Landwirte waren froh, dass das Wetter es gestern endlich zuließ, hier zu ernten. Fast 100 der insgesamt 130 Hektar waren bereits gedroschen. Da bemerkte der Treckerfahrer, der das Korn abtransportiert, ein Feuer auf dem Mähdrescher: ein Kabelbrand. Mit Handfeuerlöschern versuchten die Bauern sofort das Feuer zu löschen. Doch Funken entzündeten das noch auf dem Halm stehende Getreide - in Windeseile. Feuerwehr und Kollegen wurden alarmiert. Neben der Feuerwehr Leezen kamen auch Kameraden aus Cambs, Alt Schlagsdorf, Zittow, Görslow und Raben Steinfeld zum Einsatz. "Wir waren mehr als 35 Feuerwehrleute und hatten fünf Tanklöschfahrzeuge hier", berichtet Manfred Jedzik, der stellvertretende Amtswehrführer vom Ostufer. "Die Tanklöschfahrzeuge haben wir auch bitter nötig gebraucht." Immer wieder loderten neue Flammen auf - stellenweise einige hundert Meter entfernt von der ersten Brandstelle. Zum Auftanken mussten die Löschfahrzeuge nach Panstorf fahren, dann ging das Löschen und Besprühen des Ackers weiter. Wichtige Hilfe leistete dabei das große Güllefahrzeug der Leezener Genossenschaft: Das konnte mit einem Mal 30 Kubikmeter Wasser auf den Acker bringen. Auch mit Pflügen und Grubbern wurde das Ausbreiten der Flammen verhindert. Dennoch waren am Ende 30 Hektar Getreide durch das Feuer vernichtet. "Zum Glück wurden keine Menschen verletzt", ist Albrecht Kowalski erleichtert. Der Mähdrescher wurde nur leicht beschädigt. Nach dem Einsatz gab es dann doch noch einen weiteren Schaden: Beim Abrücken versagten beim Cambser Einsatzfahrzeug die Bremsen. Es blieb kurz von Leezen liegen.

Kurz nachdem das Feuer nahe Panstorf gelöscht war, stieg westlich von Schwerin eine neue, große Rauchsäule auf: der nächste Erntebrand. Bei Grambow stand ein Mähdrescher in Flammen. Wodurch dieses Feuer entstanden ist, konnte die Polizei gestern Abend noch nicht sagen. Hier wurden "nur" rund 2000 Quadratmeter Getreideacker in Mitleidenschaft gezogen - aber der Mähdrescher wurde zerstört. Grambower Feuerwehrleute und Landwirte konnten durch den Löscheinsatz und das Umpflügen des Bodens auch hier das Ausbreiten der Flammen verhindern.

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