Uneinig : Firmenchefs wollen Brücke

Diese Gewerbetreibenden machen Druck: Marco Bubnick, Norbert Kähler, Ulrike Friedersdorf und André Pywaries (v.l.) fordern eine Behelfsbrücke für Fußgänger.
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Diese Gewerbetreibenden machen Druck: Marco Bubnick, Norbert Kähler, Ulrike Friedersdorf und André Pywaries (v.l.) fordern eine Behelfsbrücke für Fußgänger.

Gewerbetreibende aus der Wittenburger Straße fordern für die Bauzeit eine Fußgänger-Überführung

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18. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Wenn die Bagger anrollen, dann können die Gewerbetreibenden in der Wittenburger Straße langsam ans Kistenpacken denken, sind sie fest überzeugt. Und genau aus diesem Grund haben sie sich jetzt zusammengeschlossen und klare Forderungen an die Stadt gestellt. „Es ist schon traurig, dass die Information über Umwege zu uns gekommen ist. Wir zahlen Gewerbesteuern und haben auch allein als Anwohner doch ein Recht darauf, informiert zu werden“, beklagt sich Marco Bubnick. Der Apotheker ist quasi in direkter Nachbarschaft zur Brücke, nur wenige Schritte trennen sie von seiner Apotheke. „Wenn hier gebaut wird, dann soll die Stadt bitte für eine Fußgängerbehelfsbrücke sorgen, sonst können wir unsere Läden bald schließen“, sagt er und verweist auf die Rückendeckung der umliegenden Geschäfts- und Wirtsleute. 21 haben sich zusammengeschlossen und einen offenen Brief an Schwerins Oberbürgermeisterin, alle Stadtvertreter, das Wirtschafts- und Sozialministerium sowie den Bürgerbeauftragten des Landes geschrieben. „Wir haben unsere Forderungen zusammengetragen und an erster Stelle steht eine Behelfsbrücke“, sagt Marco Bubnick. Allein durch die erste Sperrung der Wittenburger Straße habe der Apotheker Umsatzeinbußen von 20 Prozent. „Wenn jetzt die Brücke als Zuwegung wegfällt, dann kommen noch weniger Kunden. Ich habe 18 Angestellte. Die kann ich dann nicht mehr alle beschäftigen“, sagt Bubnick. Sein Nachbar André Pywaries macht sich auch große Sorgen: „Wenn hier alles dicht ist, dann kann ich auch zu machen. Dann kommen nämlich keine Kunden mehr. Neben einer Fußgängerbehelfsbrücke wäre eine für Autos auch angebracht“, lautet die Forderung des Dekohaus-Betreibers.

Gestern Abend gab es ein Treffen mit Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum und den Geschäftstreibenden. Beide Seiten haben ihre Standpunkte ausgetauscht – ein Ergebnis gab es nicht. „Das Gespräch war sehr sachlich, doch die Stadt hat einige Gegenargumente“, sagt Bubnick enttäuscht.

„Wir haben sehr viel Verständnis für die Gewerbetreibenden, doch eine Brücke kostet viel Geld – etwa 200  000 Euro –, es würde den ohnehin schon straff geplanten Bau verzögern und ist laut Umfragen auch nicht zwingend nötig“, erklärt Nottebaum. Morgen soll es einen weiteren Vor-Ort-Termin geben.

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