NDR-Gartenwettbewerb : Finalisten Richters haben den grünen Daumen

Zwei Experten im Gespräch: Fernseh-Gärtner Peter Rasch und Hobby-Gärtner Hartwig Richter (r.)
Zwei Experten im Gespräch: Fernseh-Gärtner Peter Rasch und Hobby-Gärtner Hartwig Richter (r.)

Garten in der Anlage „Mueßer Pforte“ erreicht Finale von Wettbewerb im Norden

svz.de von
11. Juni 2018, 05:00 Uhr

Doris und Hartwig Richter haben den ultimativen grünen Daumen. Und den Blick für die Kunst der Landschaftsgestaltung. Das beweist ihr Kleingarten in der Anlage „Mueßer Pforte“. Er ist einer von vier Gärten, die es ins Finale des Wettbewerbs um die Suche nach dem schönsten Kleingarten in Norddeutschland geschafft haben. Der NDR besucht auf Empfehlung von Fernseh-Zuschauern Gärten in Rendsburg, Hamburg, Goslar – und in Schwerin den der Familie Richter.

„Mir gefällt vor allem die Vielfalt in diesem kleinen Garten“, sagt Gärtner Peter Rasch, der in Rundfunk und Fernsehen oft Tipps gibt. Vor allem die immense Zahl von „Rosen“ sei beeindruckend: Edelrosen und Kletterrosen, aber auch Pfingstrosen, Stockrosen, Bauernrosen – und alles in großer Vielfalt. „Hinzu kommen zahllose Details im Garten, die man erst auf den zweiten Blick sieht“, sagt Rasch.

„Ich experimentiere gern“, erklärt Hartwig Richter. Und er liebe die Veränderung. „Wenn mir etwas nicht gefällt, gestalte ich es um“, sagt der studierte Politikwissenschaftler aus Halle, der jetzt im Mueßer Holz wohnt. So steht in seinem Garten schon mal ein Kräuterbeet mitten auf einem Weg, ein anderer endet in einer Sackgasse, ein alter Kirschbaum wird von zwei Kletterrosen um- und bald überrankt, eine Wand der alten DDR-Laube verändert sich durch Schattenspiele. Die Experimente beschränken sich aber nicht nur auf Gartengestaltung und Gartenkunst, sondern betreffen auch den Gemüseanbau: Aus einer alten Laterne lässt Richter eine Klettergurke krabbeln, was prächtig funktioniert. In der daneben indes wächst die Melone nur spärlich. Gleiches trifft auf die Tomate zu. „Das mache ich nächstes Jahr anders“, sagt Hartwig Richter. Dafür ist er stolz auf seinen gelungenen Erbsen-Versuch. „Die wachsen jetzt unter der Hecke. So werden die Samen nicht mehr von den Tauben gemaust und die Pflanzen haben gleich eine Kletterhilfe“, erläutert der erfolgreiche Hobby-Gärtner.

Das Wichtigste am Garten sei für ihn und seine Frau aber die Therapie. „Gartenarbeit tut gut und hält fit“, sagt er. Die NDR-Sendung wird im August ausgestrahlt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen