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Schlossfestspiele: : Final-Wochenende für „Nabucco“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Noch bis Sonntag Abend drei Vorstellungen auf dem Alten Garten – dann machen auch die 150 Künstler und 20 Techniker Urlaub

von
erstellt am 01.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Am Wochenende gehen die diesjährigen Schlossfestspiele Schwerin mit der Verdi-Oper „Nabucco“ zu Ende. Noch bis Sonntag stehen drei Vorstellungen auf dem Spielplan. Neben den fast 150 künstlerisch Beteiligten auf der Bühne sind viele weitere Mitarbeiter bei jeder Vorstellung etwas weniger präsent beteiligt. Ob Maskenbildnerinnen, Ankleiderinnen, Regieassistentinnen, Requisiteure oder Bühnentechniker: Alle sind voll im Einsatz, damit die Künstler auf der Bühne im richtigen Kostüm und Licht dem Publikum künstlerische Höchstleistungen darbieten können.

Allein rund 20 Mitarbeiter aus der technischen Abteilung, die überwiegend männlich besetzt ist, sind notwendig, damit die Vorstellung reibungslos „gefahren“ werden kann, wie man es im Theaterdeutsch nennt.

Diese arbeiten für das Publikum kaum wahrnehmbar auf und hinter der Bühne, aber auch an den Ton- und Lichtpulten und auf den Beleuchtungstürmen. Verantwortlich für das technische Team im Bühnenbereich ist einer der drei Bühnenmeister des Staatstheaters, Jürgen Lefke. Er ist auch Ansprechpartner für den so genannten Leitungsdienst, jener Person aus der Theaterleitung, die für den Ablauf einer Vorstellung die Verantwortung trägt und entscheidet, was zu tun ist, wenn etwas Außergewöhnliches passiert. „In diesem Jahr hatten wir direkt vor Beginn einer der Vorstellungen einen Stromausfall in der Stadt, so dass wir erst 30 Minuten später anfangen konnten. Bei einer ausverkauften Vorstellung mit 1800 Besuchern muss man dann sehr schnell und vor allem besonnen auf eine solche Situation reagieren“, so Jürgen Lefke.

Mit seinen sechs Kollegen kümmert er sich ansonsten um die technischen Abläufe auf der Bühne, die an jedem Vorstellungstag umfangreich vorbereitet werden müssen. Gegen 16 Uhr beginnen seine Arbeitstage für die 21-Uhr-Vorstellungen, die bis Mitternacht dauern. Kulissen schieben, Vorhänge ziehen oder Fahnen hissen sind nur einige der Aufgaben, die ihnen während der Aufführung obliegen. „Für meine Kollegen und mich sind die Vorstellungen der Schlossfestspiele in jedem Jahr etwas Besonderes. Bei jedem Wetter draußen zu arbeiten ist manchmal eine Herausforderung, aber die Atmosphäre hier auf dem Platz ist für alle immer wieder ein tolles Ereignis“, erzählt der 62-Jährige.

Am Sonntag ist die letzte Vorstellung von „Nabucco“. Am Montag beginnt der Abbau der Bühnentechnik, der etwa eine Woche dauert. Anschließend wird auch Jürgen Lefke das tun, was viele seiner Theaterkollegen schon jetzt machen: Urlaub.


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