Feuerwehreinsatz im InterCity

<fettakgl>Mit Messtechnik ausgerüsteten Spezialkräfte </fettakgl> der Berufsfeuerwehr kamen zum Einsatz - und gaben Entwarnung. <foto>Schwarck</foto>
Mit Messtechnik ausgerüsteten Spezialkräfte der Berufsfeuerwehr kamen zum Einsatz - und gaben Entwarnung. Schwarck

svz.de von
12. März 2012, 07:57 Uhr

Paulsstadt | Eine Besorgnis erregende Meldung lief gestern gegen 11 Uhr in der Einsatzzentrale der Schweriner Berufsfeuerwehr auf: Ein Gast des InterCity Hotels am Grunthalplatz habe im Internet angekündigt, sich mit Hilfe von Chemikalien das Leben nehmen zu wollen. Sofort rückte ein kompletter Einsatzzug der Feuerwehr aus, Notarzt, Rettungskräfte und Polizei folgten zeitgleich. Nach Lageerkundung vor Ort wurde die betroffene Etage zur Sicherheit geräumt, eine komplette Evakuierung des Hotel wurde jedoch als unnötig angesehen. Dann rückten Feuerwehrleute in Schutzanzügen in das beschriebene Zimmer vor, wo sie eine leblose Person vorfanden. Die mit Messtechnik ausgerüsteten Spezialkräfte stellten eine Kohlenmonoxid-Vergiftung fest, andere gefährliche Chemikalien wie die gefürchteten Schwefelwasserstoffverbindungen konnten in dem Raum nicht nachgewiesen werden. Das Zimmer wurde gelüftet, die Kohlenmonoxid-Gefahr beseitigt. Der Notarzt konnte ebenfalls nur feststellen: Tod eines 51-Jährigen durch Suizid. Kriminaltechniker begannen, die Umstände der Tat zu ermitteln. Ein Gefäß mit Chemikalien wurde sichergestellt. Weitere Messungen ergaben, dass eine gesundheitliche Gefährdung anderer Gäste und Mitarbeiter ausgeschlossen ist. Das Hotel hatte, um Aufsehen zu vermeiden, den Einsatz als Übung dargestellt. Personen kamen nicht zu Schaden, gegen 13 Uhr rückte die Feuerwehr ab.

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