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Zugang im Crivitzer Heimatmuseum : Feuerwehr-Technik zieht um

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trammer übergeben ihre Handdruckspritze aus dem Jahre 1920 dem Crivitzer Heimatverein als Dauerleihgabe

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erstellt am 10.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Die Gemeinde Tramm übergab der Stadt Crivitz ihre alte Handdruckspritze – als Dauerleihgabe. Das historische Fahrzeug steht jetzt im Nebengebäude des Bürgerhauses neben der alten Drehleiter und anderen Exponaten, die das Heimatmuseum ausstellt. „Wir freuen uns, dass es endlich geklappt hat. Die alte Technik bereichert unsere Sammlung“, sagte Edmund Richter, Vorsitzender des Heimatvereins Crivitz. Schon seit geraumer Zeit hatten sich beide Kommunen verständigt, dass die alte Spritze nach Crivitz kommt, denn Tramm selbst hatte keinen Platz, um sie angemessen unterzustellen. Zuletzt stand sie auf dem Hof eines Unternehmers in Tramm, informierte Bürgermeister Manfred von Walsleben.

Einer, der sich für den Standort-Wechsel immer wieder eingesetzt hat, war Helmuth Schröder. Er ist der Vorsitzende der Förderabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Crivitz. Er erinnerte daran, dass das alte Fahrzeug als Leihgabe einst zu einer Sammlung in Plate gehörte. Als diese aufgelöst werden musste, stand die Frage, wohin damit. Das Schweriner Feuerwehrmuseum hätte die Spritze nur übernommen, wenn diese in ihr Eigentum übergeht. Das wollten die Trammer aber nicht. So ging sie zurück nach Tramm – als eine Art Zeitzeuge der eigenen Wehrgeschichte. Die Trammer Feuerwehr wurde 1917 gegründet, sie legte sich drei Jahre später diese Handdruckspritze zu. Gezogen wurde sie von zwei Pferden.

Die Spritze ist in einem guten Zustand. Trammer Feuerwehrleute haben sie in der Vergangenheit schon auf Vordermann gebracht, auch farblich. „Vor 100 Jahren war die Handdruckspritze die modernste Technik. Man konnte immerhin mit Schlauch und Strahlrohr spritzen“, betont Helmuth Schröder, der sich für historische Technik begeistert. Und begeistern und aufklären will Edmund Richter heute vor allem die jüngere Generation. „Kindergartenkinder besuchen unser Museum von Zeit zu Zeit. Sie sind immer sehr interessiert, wenn sie etwas über unsere Vorfahren hören, wie diese früher gelebt, was sie damals benutzt haben“, erzählt er.

Im Laufe der Jahre habe das Heimatmuseum viele Gerätschaften für Haus, Hof, Garten und Feld angenommen, die nun Schritt für Schritt gesichtet werden. Vieles, aber längst nicht alles, wird aufgearbeitet. Das übernehmen zwei Mitarbeiter, die über geförderte Maßnahmen eingestellt worden sind. Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm ist froh darüber.

Im nächsten Jahr wird die Handdruckspritze noch einmal nach Tramm zurückkehren, so Wehrführer Ingo Köcher. Sie wird zum 100-jähriges Bestehen der Feuerwehr im Dorf präsentiert.

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