A 14 bei Goldenstädt : Feuerwehr im Schneckentempo unterwegs

Brand auf der A 14: Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten, zur Einsatzstelle zu kommen.
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Brand auf der A 14: Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten, zur Einsatzstelle zu kommen.

Brand eines Autos bei Goldenstädt zeigt Engpass auf: Zwischen Kreuz Schwerin und Raben Steinfeld fehlt der Standstreifen

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23. Juni 2016, 21:00 Uhr

Das Blaulicht leuchtet, das Martinshorn tönt: Und dennoch kommt das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr nur im Schneckentempo voran. So passiert am Dienstag. Und zwar nicht irgendwo in einer engen Altstadtstraße, sondern auf der Autobahn 14 zwischen dem Kreuz Schwerin und der Abfahrt bei Raben Steinfeld. Da brannte ein Auto bei Goldenstädt. Die zuerst alarmierte Feuerwehr aus Groß Laasch hatte die Flammen schnell gelöscht (SVZ berichtete), doch die zudem angeforderte Ludwigsluster Feuerwehr kam nur mit Mühe bis zum Brandort. In Fahrtrichtung Wismar staute es sich vor der Havariestelle auf beiden Spuren auf etwa anderthalb Kilometern. Das schätzt jedenfalls Ortswehrführer Sebastian Meier. „Wir mussten uns durch die beiden Fahrzeugreihen durchzwängen und kamen nur noch im Schritttempo voran.“ Blut und Wasser haben die Feuerwehrleute dabei geschwitzt. Denn die Fahrt zum Einsatzort verzögerte sich. Zugleich sollte es ja keine Schramme an den unbeteiligten Fahrzeugen und dem Feuerwehrauto geben.

Dass sich die Rettungsgasse nur schmal und langsam auftat, hat Gründe. Und nicht immer liegt alles am Unvermögen der Autofahrer, betont Meier. „Hier fehlt der Standstreifen.  An einigen Stellen stehen Schutzplanken – nicht nur auf dem Mittelstreifen, sondern auch am rechten Fahrbahnrand“, berichtet der Ortswehrführer. „Da ist einfach kein Platz, um weiter auszuweichen.“ Der Fahrer eines Schwertransporters mit Überbreite, der genau in diesen Stau kam, konnte nichts machen. Mit Augen zu und durch ging es am Dienstag nochmals gut.

Doch das kann nicht das Motto für die Politik sein. Die Verkehrsplaner haben seit Jahren die Pläne für den Bau des Standstreifens an der alten A  241 liegen. Die über diese Autobahntrasse führenden Brücken wurde saniert oder neu gebaut - auch um darunter Platz für die vier Fahrspuren und die Standstreifen zu haben. An der ältesten Trasse dieser Autobahn tat sich nichts.

Dabei sieht auch das Schweriner Verkehrsministerium den Bau der Standstreifen als erforderlich an. „Aufgrund begrenzter Kapazitäten und dringlicher Projekte“ sei das bislang nicht erfolgt. Dieses Vorhaben bleibe im Blick, aber ein Bautermin sei derzeit nicht absehbar, heißt es aus dem Ministerium.

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