Inferno mitten in der Nacht : Feuer zerstört Haus in Peckatel

Löscheinsatz bis gestern Mittag: Das Haus war aber nicht mehr zu retten.  Fotos: Werner Mett
1 von 4
Löscheinsatz bis gestern Mittag: Das Haus war aber nicht mehr zu retten. Fotos: Werner Mett

Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Kameraden aus sechs Wehren im Rettungseinsatz

von
09. April 2017, 20:45 Uhr

Bedauern, Anspannung, Konzentration aber auch Erleichterung: Die Gefühlslage bei den 20 Plater Feuerwehrleuten heute Mittag war vielfältig. Seit zehn Stunden waren sie da bereits im Einsatz. Denn gegen 2.20 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Ein Wohnhaus im Dorfkern von Peckatel stand im Flammen. Mehr als 60 Kameraden aus sechs Feuerwehren wurden zum Einsatzort gerufen. Schließlich waren nicht nur die Flammen am kombinierten Wohn- und Stallgebäude zu löschen. Das Nachbarhaus musste geschützt werden. Auch eine Strohmiete wurde gesichert, denn der Wind und damit der Funkenflug gingen genau in die Richtung.

„Das Haus ist wohl nicht zu retten“, schätzt Wehrführer Andreas Dauck ein. „Zum Glück ist den Bewohnern nichts passiert.“ Die Eheleute im Alter von 54 und 61 Jahren konnten sich in Sicherheit bringen. Sie standen unter Schock, mussten ärztlich versorgt werden. Noch in der Nacht kümmerte sich auch der Pastor um die Peckateler, sie wurden sofort von Nachbarn aufgenommen. Heute besorgte die Gemeinde dann eine Ferienwohnung, damit die Eheleute wenigstens ein Dach über dem Kopf haben.

Von ihrem Haus und ihrer Habe ist augenscheinlich nicht viel übrig geblieben. Zu stark wütete das Feuer. Das Gebäude ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt, steht als Ruine da. Nach einer ersten Schätzung der Polizei beträgt der Schaden mindestens 150  000 Euro.

An der Brandruine hatten die Plater Einsatzkräfte aber den ganzen Tag über noch zu tun. Glutnester flammten immer wieder auf. Damit die gelöscht werden konnten, mussten eine einsturzgefährdete Wand und der Schornstein eingerissen werden. Erst danach konnten sich Kameraden mit angelegten Atemschutzmasken ins Innere trauen, kontrollierten alles. Zeitgleich schaute sich bereits Peter Saeland um. Der Brandursachen-Ermittler ist im Auftrag der Polizei unterwegs. Der Schweriner verschaffte sich einen ersten Eindruck. Konkretes müssten jedoch die weiteren Untersuchungen zeigen, betonte der Experte. Denn noch ist unklar, was den Brand in der Nacht zu Sonntag ausgelöst hat.

Nur so viel ist klar: Kurz nach zwei Uhr soll es gleich zweimal nacheinander laut geknallt haben. Das Feuer breitete sich wohl zuerst in dem als Garage und Werkstatt genutzten Nebengebäude aus, griff rasch auf den Wohnteil über. Alles Weitere muss in dieser Woche geklärt werden. Die Reste des Hauses wurden gestern Nachmittag abgesichert und gesperrt, damit Kriminalpolizei und Brandermittler jetzt in Ruhe an ihre Arbeit gehen können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen