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22. Oktober 2017 | 23:16 Uhr

Buchholz : Feuer zerstört Einfamilienhaus

vom

Erst brannte das Carport, das Auto und dann das Haus. Vater bemerkt Flammen noch rechtzeitig.

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 09:07 Uhr

Das Wohnhaus ist zerstört, doch seinen vierzigjährigen Sohn und  seinen achtjährigen Enkel kann ein Buchholzer  noch rechtzeitig aus dem Haus holen. Beiden ist nichts passiert. „Das ist das Wichtigste. Alles andere ist ersetzbar“, erzählt der 67-jährige Vater und Großvater, der gleich nebenan wohnt.

Er wird von einer Nachbarin alarmiert, die das Feuer wohl als erste bemerkt  hat. „Da brannte das Auto im Carport aber schon  lichterloh.“ Nach diesem Schock folgen schlimme Momente: Aufs Klopfen reagieren Sohn und Enkel nicht. Sie schlafen fest, schließlich ist es mitten in der Nacht, kurz vor 2 Uhr. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit sind Sohn und Enkel wach, sie können sich in Sicherheit bringen.

Inzwischen sind die ersten Feuerwehrleute am Brandort eingetroffen: Alle vier Ortswehren der Gemeinde Dobin am See rücken an, darunter auch die Neu Schlagsdorfer mit ihrem Löschfahrzeug und 2000 Liter Wasser an  Bord. Gemeindewehrführer Thorsten Kieckbusch übernimmt die Einsatzleitung. 

Doch  zu diesem Zeitpunkt steht der Carport bereits in Flammen, und das Feuer hat bereits das Dach des zweigeschossigen Wohngebäudes erfasst. Technik und Leute stehen  zwar bereit.  Aber das zur Verfügung  stehende Wasser reicht nicht  aus.  „Wir haben hier ein Problem: Der Druck  am Hydranten ist einfach zu gering, mehr gibt die Wasserleitung nicht her“, berichtet Kieckbusch. Die Löschteiche in Buchholz liegen jedoch am anderen Ende des Dorfes –  bei den Kuhställen und an der Kirche. Lange Löschstrecken werden aufgebaut. Und der Einsatzleiter fordert weitere Hilfe an. Leezener und Crivitzer rücken mit  ihren Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter an. Mehr als 50 Kameraden aus sechs freiwilligen Feuerwehren sind jetzt im Einsatz. 

Dennoch ist das Wohnhaus nicht zu retten. „Nachdem  klar war, dass  keine Menschen in Gefahr sind,  haben wir   vor allem das Übergreifen   der Flammen auf die Nachbarhäuser unterbunden“, erläutert Kieckbusch. Denn in der Stichstraße  stehen  die  Gebäude dicht  an dicht.   Auch Stunden später  sind noch  Feuerwehrleute  vor Ort, sie müssen die immer wieder auflodernden Flammen  löschen.  

Im Laufe des Vormittags rücken Kripo-Beamte und Gutachter  an, die die Brandursache untersuchen. Die ist  noch unklar. Der Schaden  liegt nach ersten Schätzungen  bei  200 000 Euro.

Als Feuerwehrmann beim Löscheinsatz dabei war  auch  der SVZ-Zusteller aus Retgendorf. Aus diesem Grund konnte unsere Tageszeitung heute erst später ausgetragen werden.

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