Brandschützer aus Passion : Feuer und Flamme für die Wehr

Uwe Mietz steht vor dem Interieur des Feuerwehr-Einsatzfahrzeuges der Gemeinde Sukow. Wie es zu händeln ist, weiß er – und sein Wissen gibt er seit fast 20 Jahren an den Nachwuchs weiter.
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Uwe Mietz steht vor dem Interieur des Feuerwehr-Einsatzfahrzeuges der Gemeinde Sukow. Wie es zu händeln ist, weiß er – und sein Wissen gibt er seit fast 20 Jahren an den Nachwuchs weiter.

Uwe Mietz packt auch an, wenn es nicht brenzlig wird und lässt als Jugendfeuerwehrleiter den Nachwuchs nicht auf dem Schlauch stehen

svz.de von
11. Juli 2014, 14:00 Uhr

Tony steht vor dem Spritzenhaus in voller Feuerwehrmontur und wartet. Der Zehnjährige aus dem Dorf ist heiß auf die Feuerwehr, seit vier Wochen auch Mitglied der Jugendfeuerwehr in Sukow. „Bin ich heute alleine?“, fragt Tony. „Nein, ein paar werden werden wohl noch kommen. Es sind ja auch noch 20 Minuten Zeit bis zur Ausbildungsstunde“, sagt Uwe Mietz.

Uwe Mietz ist 49 Jahre alt und ein Mann von stämmiger Natur. Anpacken, das kann er. Anpacken, das macht er gerne. Als Gemeindearbeiter, um sein tägliches Brot zu verdienen, als ehrenamtlicher Jugendfeuerwehrwart, um den Nachwuchs in und um Sukow auch auf die Leistungsspange-Prüfung vorzubereiten. Wer diese Prüfung erfolgreich besteht, darf später bei den „Großen“ mitmachen.

Vor 20 Jahren wurde die Jugendfeuerwehr in Sukow gegründet, Uwe Mietz ist fast von Anfang an dabei. „Gibt es eine Jugendfeuerwehr, dann gibt es auch Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr“, weiß Mietz. Im Ausbildungsraum des Feuerwehrgebäudes hat Mietz eine Liste der aktuellen Feuerwehrmitglieder der 1500-Seelen-Gemeinde Sukow vor sich liegen. 35 sind gelistet. „16 von ihnen waren früher schon hier in der Jugendfeuerwehr“, hat Uwe Mietz nachgerechnet. Derzeit betreut der gelernte Maurer elf Jungen und ein Mädchen im Alter von acht bis 16 Jahren. Die Ausbildung ist die eine Sache, das Anbieten und die Betreuung von Freizeitaktivitäten die andere. Zeltlager, die stehen bei allen Beteiligten hoch im Kurs. Mietz kann sich noch an viele Fahrten erinnern. An das internationale Zeltlager in Grömitz, an die alle zwei Jahre stattfindenden Touren ins Kreiszeltlager des Landkreises Rendsburg oder an die Fahrt nach Dänemark. „Wir hatten vor kurzem in Sukow auch ein großes Zeltlager mit über 200 Kindern aus Jugendfeuerwehren“, sagt Uwe Mietz. Und er sagt auch, dass die Organisation eine Menge Arbeit mache. Aber davor macht sich der Sukower nicht bange. Wer sich in solch einer Einrichtung engagiert, der hat auch viel zu tun. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr stehen dabei in erster Linie die Einsätze im Vordergrund. Brände, Verkehrsunfälle – ein paar tragische, so Mietz, seien dabei gewesen. Seine Kameraden und er helfen ebenso bei vielen Veranstaltungen im Dorf, bei Herbst- und Osterfeuer, beim Tannenbaumverbrennen auch. Zudem wollen Fuhrpark und Spritzenhaus nebst Gerätehaus gegenüber in Schuss gehalten werden. Heute beispielsweise, da werde auch mal wieder nach einigen der zehn Hydranten in der Umgebung geschaut, ob sie in Ordnung und im Bedarfsfall auch einsatzfähig sind. „Da können die Mitglieder der Jugendfeuerwehr zugleich lernen, wie sie mit ihnen auch richtig umzugehen haben“, sagt Uwe Mietz, der einmal wöchentlich auch in der Grundschule Sukow die Brandschutz-AG leitet.

In ein, zwei Jahren, so hat es Uwe Mietz geplant, möchte er gerne etwas kürzer treten und das Amt des Jugendwehrführers in jüngere Hände legen. Mithelfen will er aber auch im zweiten oder dritten Glied. Anpacken, für ihn ist das Ehrensache.

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