Hochsaison für Fischer : Festtags-Karpfen aus Barniner See

Sechs Kilogramm bringt dieser Karpfen auf die Waage, den Fischer Matthias Brietzke präsentiert. Bei der Fischerfamilie selbst kommt zu Weihnachten Karpfen blau auf den Tisch.
Sechs Kilogramm bringt dieser Karpfen auf die Waage, den Fischer Matthias Brietzke präsentiert. Bei der Fischerfamilie selbst kommt zu Weihnachten Karpfen blau auf den Tisch.

Fischer Matthias Brietzke hat sich auf den beginnenden Kundenansturm gut vorbereitet: Auch in Crivitz ist er mit einem Stand vertreten

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22. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Prachtvolle Karpfen hat Matthias Brietzke aus dem Barniner See geholt. „Vorbestellt haben schon etliche Kunden ihren Festtags-Karpfen“, sagt er. „Die wollen ihren Fisch so frisch wie möglich.“ Deshalb geht er davon aus, dass am Dienstag und Mittwoch die verkaufsstärksten Tage sein werden. Er habe sich darauf gut vorbereitet, betont er. Neben Karpfen werden Hecht und Barsch aus dem Barniner See angeboten, darüber hinaus sind hier auch Forelle, Lachsforelle und Saibling zu haben.

Für den Fischer sei es kein besonders gutes Jahr gewesen, blickt Matthias Brietzke zurück. Das zeigen auch die Fänge. Im November und Dezember fuhr Brietzke mit seinen Helfern achtmal auf den See hinaus – mit dem Zugnetz. „In diesem Jahr vermissen wir die ganz großen Karpfen. Das sind die, die an die zehn Kilo und mehr auf die Waage bringen“, erklärt der Barniner Fischer. Aber das Wasser sei im Herbst zeitweise noch zu warm gewesen. Fische ließen sich am besten bei kälteren Wassertemperaturen fangen, wenn sie träge sind und im Schwarm stehen. Allerdings eigne sich auch nicht jedes Wetter für die Zugnetzfischerei. Nebel und starker Wind – beides gab es im Herbst mehrfach – erschweren die Arbeit, erklärt der Fachmann.

Nichtsdestotrotz: Es sind ausreichend Fische da – bis zu sieben Kilogramm schwere Karpfen. Als Beifang haben Matthias Brietzke und seine Helfer in diesem Herbst insgesamt neun Tonnen Blei im Netzt gehabt. Im Volksmund ist der Fisch auch als Brachse, Brasse oder Pliete bekannt. „Das ist schon eine ganze Menge.“ So viele Brachsen habe die Barniner selten an Land gezogen. Die Fische, zum Teil bis zu drei Kilo schwer, seien bei den meisten Kunden unbeliebt – wegen der Gräten und Schuppen. Brietzke: „Vom Geschmack her ist der Blei gar nicht mal so schlecht. Trotzdem er ist kaum zu vermarkten.“ So hat der Fischer die gesamte Menge abgeliefert – für die Verarbeitung zu Fischmehl. Ein lohnenswertes Geschäft sei das keineswegs gewesen. Kosten und Ertrag würden sich etwa die Waage halten. Doch jetzt überwiegt die Vorfreude auf die nächsten Tage. Wer sich seinen frischen Karpfen aus dem Barniner See zu den Festtagen holen möchten, ist am 23. und 24. sowie 30. und 31. Dezember willkommen: ab 8 Uhr sowohl in Barnin auf dem Fischerhof als auch in Crivitz auf dem Platz am Getränkefachmarkt in der Parchimer Straße.

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