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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. September 2017 | 15:28 Uhr

Buddelei geht weiter : Fernwärme für die Waisengärten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Derzeit werden die Leitungen für den Anschluss der Neubauten in der Werdervorstadt gelegt. Allerdings gibt es noch offene Fragen bei der Versorgung mit Erdwärme.

von
erstellt am 27.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Der Bau des ersten Hauses in den Waisengärten kommt voran. Und damit es die ersten Bewohner auch gleich kuschlig warm haben, wird parallel an der Fernwärmeversorgung gearbeitet. Von der Verteilerstation, die die Plattenbauten in der Grünen Straße versorgt, wird die Leitung um den Werderhof herum verlegt.

„Leider können wir die Leitung nicht bauen, ohne die Straßen aufzureißen“, sagt René Rüdiger, Gruppenleiter Technik bei den Stadtwerken. „Das lassen die Boden- und Bebauungsverhältnisse nicht zu.“ Deshalb wird demnächst die Werderstraße aufgerissen. Zunächst die westliche, danach die östliche Seite. Weiter geht es dann am Werderhof entlang und über die Promenade am Beutel – immer in so genannter offener Bauweise. „Wir werden die Oberflächen aber wieder komplett herstellen.“

Die Leitungen, die jetzt verlegt werden, stellen auch sicher, dass einmal die gesamte Werdervorstadt an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen werden kann. Das hatten die Stadtvertreter beschlossen. Die beiden Heizkraftwerke in Süd und in Lankow könnten so effektiver und damit wirtschaftlicher betrieben werden.

Völlig offen ist derzeit noch die Nutzung von Erdwärme für Heizung und Warmwasser im Waisengärten-Quartier. „Wir arbeiten daran“, sagt Rainer Beneke, Geschäftsführer der Energieversorgung Schwerin, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke. Das Projekt Geothermie ist allerdings schon seit 2011 in der Bearbeitung. Damals hatte die Firma Geothermie Neubrandenburg in rund 1400 Metern Tiefe Heißwasser führende Gesteinsschichten gefunden. Und eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie hatte ergeben: Das Projekt ist sowohl realisierbar als auch bei landesüblicher Förderung wirtschaftlich. Doch genau an dieser Landesförderung hängt derzeit alles. „Wir haben noch keine Zusage“, so Rainer Beneke.

Doch der Bau eines Geothermiekraftwerkes ist nicht nur von Fördermitteln abhängig. Entscheidend für die Rentabilität ist, dass die Anlage das ganze Jahr läuft und die zusätzliche Energie ins Fernwärmenetz der Stadt eingespeist wird. Damit könnten die Stadtwerke bis zu 15 Prozent ihres jährlichen Erdgasverbrauchs einsparen. Investiert werden müssten bis zu 13 Millionen Euro. Noch besteht die Hoffnung, dass das Land Geld dazu gibt. Im Bebauungsplan jedenfalls ist der Stadtort für das Kraftwerk in den Waisengärten schon festgelegt.

 

 

 

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