Schwerin : Fernstudenten pauken online

Beim Fernstudium sind Studierende nicht an den Standort gebunden. Trotzdem organisiert Cornelia Knitter auch Präsenzphasen, damit die jungen Leute sich austauschen können.
Beim Fernstudium sind Studierende nicht an den Standort gebunden. Trotzdem organisiert Cornelia Knitter auch Präsenzphasen, damit die jungen Leute sich austauschen können.

SVZ stellt die Hochschuleinrichtungen vor – heute: das Studienzentrum Schwerin

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23. November 2019, 16:00 Uhr

Die Wissenschaftswoche hat gerade mit vielfältigen Veranstaltungen gezeigt, dass Schwerin kein weißer Fleck bei Forschung und Lehre ist. Doch welche akademischen Bildungseinrichtungen gibt es in der Landeshauptstadt und was sind deren Spezifika? SVZ stellt diese Woche die Hochschulen vor, die in Schwerin ansässig sind oder hier Niederlassungen haben.

Heute: das Studienzentrum Schwerin.

Nie mehr an einen Standort gebunden sein? Fernuniversitäten machen’s möglich. Und dennoch nehmen einmal im Monat 35 junge Menschen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern den weiten Weg auf sich, um an den Präsenzphasen im Studienzentrum Schwerin teilzunehmen. „Die Studenten können sich dann vor Ort gegenseitig zum Lernen motivieren und austauschen“, sagt Studienortsleiterin Cornelia Knitter.

Seit 2001 kooperiere das Studienzentrum mit der Hamburger Fernhochschule. „Damals gab es noch das Diplom“, erinnert sich Knitter. Das änderte sich durch den Bologna-Prozess, mit dem die Studiengänge europaweit vereinheitlicht wurden. Bis 2016 hätten ihre Studenten noch Zeit gehabt, mit dem Diplom abzuschließen. „Aber jetzt gibt es bei uns nur noch den Bachelor“, sagt sie. Vier verschiedene Studiengänge hat die Fernhochschule in Schwerin zu bieten. Bei allen liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich Gesundheit. Das Abitur sei keine Voraussetzung, es reiche auch eine abgeschlossene Ausbildung in diesem Bereich.

Während des Studiums können die Teilnehmer die Lerneinheiten alle online einreichen. Die monatlichen Präsenzphasen seien nicht verpflichtend, denn: „Viele sind nebenbei berufstätig“, erklärt Knitter. „Wenn ein Pfleger eine Schicht übernehmen muss, dann ist das nun mal so.“ Von den 35 Studierenden würde sie deshalb auch nicht jeden regelmäßig sehen. „Die machen dann eben alles online.“ Zu den Prüfungen sollte man allerdings schon erscheinen. Aber auch hier seien die Studenten nicht an den Standort gebunden. Es gebe mehr als 40 Studienorte der Fernhochschule. „Und die Prüfungen finden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz einheitlich statt“, sagt Knitter. So könnten Studentinnen und Studenten aus MV die Prüfung etwa in München schreiben. Das sei ein großer Vorteil des Fernstudiums.

„Der Nachteil ist aber, dass man die Studiengebühr zahlen muss“, sagt sie. So kostet der Studiengang Pflegemanagement etwa 240 Euro im Monat. Aber auch hier weiß Cornelia Knitter Rat und berät die Studenten über mögliche Förderungen. „Und viele Arbeitgeber sind heutzutage auch dazu bereit, die Kosten des Studiums zu übernehmen“, sagt sie. „Die wollen ihre Mitarbeiter nämlich halten und müssen ihnen deshalb auch eine Perspektive bieten.“

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