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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 00:54 Uhr

Seminar : Feinschliff für Golfplatz-Manager

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gregg Patterson aus Santa Monica in Kalifornien leitet an der Winston-University Seminar zur Willkommenskultur

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 11:43 Uhr

Auf den Bahnen des Vorbecker Golfplatzes liegt Schnee. Er herrscht Winterruhe – aber nicht für die 13 Studenten der Winston-University. Die Männer aus zwölf Ländern beschäftigen sich mit Wirtschaftsfragen und Management. „Diesen Teil der Ausbildung haben wir ganz bewusst in die Wintermonate gelegt“, berichtet Hubertus von Treuenfels, der Geschäftsführer der University. Doch auch diese Kurse müssen keine Trockenübungen sein. Das erleben die Studenten in dieser Woche in den Seminaren mit Gregg Patterson im Schlosshotel Basthorst. Dort gibt Gregg Patterson sein Wissen und seine Begeisterung weiter an die künftigen Golfplatz-Manager.

Der US-Amerikaner ist ein Superstar des Gastgewerbes. Seit 1982 ist Gregg Patterson der Generalmanager des legendären „The Beach Club“ in Santa Monica in Kalifornien. Seit Jahren ist er auch als Ausbilder unterwegs und weltweit gefragt. Patterson will keinen Strandclub in den Bergen, auf Stützpunkten der US-Army oder auf Golfplätzen nachbauen, sondern junge Leute für seine Ideen begeistern. „Ich erzähle, wie unser Konzept funktioniert“, so Patterson. „In der Praxis muss dann aber jeder seinen eigenen Weg finden, um ein erfolgreicher Gastgeber zu sein.“ Den Beach-Club von Santa Monica oder den Bel-Air-Club von Los Angeles einfach zu kopieren, das bringe gar nichts, betont der Fachmann. „Ihr seid die Gastgeber. Ihr müsst eure Gäste willkommen heißen!“ Und die können jung oder alt sein. Die können aus Asien, Afrika, Europa oder Nordamerika kommen. Und das können Christen, Moslems, Juden oder Buddhisten sein. „Jeder Gast muss nicht nur willkommen sein, sondern sich wohl fühlen“, bringt Gregg Patterson seinen Schüler nahe. Dazu sei es natürlich auch nötig, die verschiedenen Kulturen nicht nur zu kennen, sondern diese zu respektieren. „Daraus müsst ihr eine eigene Willkommenskultur für euren Club schaffen.“

Doch wie bei den meisten Dingen ist es auch hier eine Kunst, die einfach klingenden Sachen erfolgreich umzusetzen. Das weiß Gregg Patterson. Er setzt aber darauf, dass der Funke der Begeisterung auf seine Schüler überspringt. Und das funktioniert weltweit und jetzt erstmals auch in Mecklenburg. Die Seminare mit Gregg Patterson bei Winston-University bilden den Höhepunkt in der Manager-Ausbildung. „Wir sind froh und stolz, dass so ein weltweit anerkannter Fachmann zu uns kommt“, betont Hubertus von Treuenfels. Zugleich ist das für den Geschäftsführer auch ein Zeichen, dass das auf dem europäischen Festland einmalige Konzept der Ausbildung von Golfplatz-Managern weltweit Beachtung findet. „Mich hat gereizt, hier auf dreizehn Studenten aus zwölf Ländern und ganz unterschiedlichen Kulturkreisen zu treffen“, sagt der US-Amerikaner.

Denn Winston-University startete erst im vorigen Herbst mit 13 angehenden Managern. Die Männer im Alter zwischen 21 und 37 Jahren kommen aus Mittel- und Westeuropa, aus Island und Dänemark, aus dem Baltikum, aus Malaysia und sogar zwei aus China. „Alle sind noch mit vollem Einsatz dabei“, freut sich Hubertus von Treuenfels. Der Geschäftsführer weiß auch, dass die neuartige Ausbildung von Golfplatz-Managern in Mecklenburg in der Golfszene genau beobachtet wird: „Vier unserer Studenten haben schon jetzt Angebote erhalten, nach dem erfolgreichen Abschluss einen Golfplatz zu leiten.“ Doch das ist natürlich jedem selbst überlassen. Und noch ist das Studium nicht zu Ende. So schnell wie möglich soll es auch wieder raus auf einen Golfplatz gehen. Doch da damit in den nächsten Wochen in Vorbeck nicht zu rechnen ist, geht es im Februar nach Portugal. Die Ausbildung wird dann auf Golfplätzen rund um Lissabon fortgesetzt. Für das anschließende Praxissemester werden die 13 Studenten weltweit Erfahrungen auch in Clubs sammeln. Gregg Patterson will dann ein oder zwei der Kursteilnehmer nach Kalifornien einladen.

Die Reise nach Mecklenburg hat sich für den aus Maine stammenden US-Amerikaner aber noch aus einem anderen Grund gelohnt. „Ich war das erste Mal hier. Und bin begeistert“, erzählt Gregg Patterson. Die Landschaft, die Natur, das Schweriner Schloss auf einer Insel im See – all das sei fantastisch. Patterson will auf jeden Fall gemeinsam mit seiner Frau hier Urlaub machen und die Region mit dem Fahrrad erkunden. Denn der agile Mann Anfang 60 ist ein aktive Sportler. Gregg Patterson spielt auch Golf, aber noch lieber steht er auf dem Tennisplatz oder ist mit dem Fahrrad unterwegs. „Das alles kann ich hier wunderbar machen“, freut sich der US-Amerikaner.

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