Nestle Schwerin : Fehlmeldung sorgt nur kurz für Freude

Nestlé-Neubau in Schwerin: Derzeit sind hier bereits rund 300 Mitarbeiter beschäftigt.
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Nestlé-Neubau in Schwerin: Derzeit sind hier bereits rund 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Agentur berichtete über Werkverlagerung bei Nestlé von Mainz nach Schwerin, doch Konzern dementiert

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19. März 2016, 05:00 Uhr

Die Ankündigung des Nestlé-Konzerns, sein Werk in Mainz im nächsten Jahr zu schließen, sorgte in Schwerin kurzzeitig für große Hoffnungen. Denn eine Nachrichtenagentur hatte daraus geschlussfolgert, dass die Produktion nach Schwerin verlagert werde.

„Da ist nichts dran, das ist eine klassische Fehlmeldung“, sagte Hartmut Gahmann, Sprecher der Nestlé Deutschland AG, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Das Werk in Mainz soll zwar geschlossen werden, doch an eine Verlegung der Produktion nach Schwerin wird nicht gedacht.“ Dies sei schon wegen der völlig unterschiedlichen Produkte nicht möglich. So werden in Mainz gefriergetrockneter Pulverkaffee und Kakao hergestellt, in Schwerin dagegen Kaffeekapseln. Gahmann bestätigte jedoch, dass die Kaffeekapselproduktion im Schweriner Industriepark Göhrener Tannen wie geplant erweitert werden soll.

Bisher hat Nestlé in Schwerin rund 300 neue Arbeitsplätze geschaffen. Derzeit sind sieben von insgesamt zwölf geplanten Produktionsstrecken in Betrieb. „Es ist vorgesehen, das Werk weiter auszubauen“, sagte Gahmann. Ob der Lebensmittelkonzern langfristig in Schwerin noch weitere Investitionen plane, könne er nicht sagen. Darüber entscheide einzig die Konzernzentrale.

Nestlé hat im Schweriner Industriepark ein 30 Hektar großes Grundstück gekauft, sich aber noch weitere 70 Hektar als Optionsfläche gesichert. „Platz ist genug da“, betonte Schwerins Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum. „Wir hätten uns natürlich sehr gefreut, wenn die knapp 400 Arbeitsplätze aus Mainz nach Schwerin gekommen wären.“ Auch Unternehmerverbandschef Rolf Paukstat hätte gern eine Produktionserweiterung von Nestlé im Industriepark gesehen: „Wir arbeiten gut mit dem Schweriner Werk zusammen.“

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