Schweriner Firmengründer : Favoriten bleiben bis Ende Juni geheim

Dank Gründerwettbewerb erfolgreich gestartet: Elke und Lydia Lörke führen „Miss Törtchen“ in der Schusterstraße.
Dank Gründerwettbewerb erfolgreich gestartet: Elke und Lydia Lörke führen „Miss Törtchen“ in der Schusterstraße.

Dritter Gründerwettbewerb geht in die heiße Phase: Jury tagt noch einmal, dann werden Gewinner bekannt gegeben

23-17638254_23-66108082_1416392554.JPG von
07. Juni 2017, 23:54 Uhr

Altstadtbummler können sich schon jetzt auf neue Ideen für die Schweriner City freuen: Der Gründerwettbewerb 2017 steckt in der Entscheidungsphase. Am 30. Juni sollen die Gewinner bekannt gegeben werden. Jetzt tagte die Jury zum ersten Mal, nach einer zweiten Runde soll der Sieger feststehen.

Kristin Just von der Industrie- und Handelskammer kennt die Bewerber, die in den engeren Kreis aufgenommen wurden, will und darf aber nichts verraten. Nur soviel: Sie kommen aus Handel und Gastronomie, wollen ein bisschen Großstadt- und internationalen Flair nach Schwerin bringen. Rückkehrer gehören zu den Kandidaten ebenso wie Neu-Schweriner. Hanna Sygulla vom Handelsverband hoffte schon im Vorfeld auf herrlich ausgefallene Ideen und spannende Gründerpersönlichkeiten – beides sei auch in diesem Jahr zu finden, verspricht Kristin Just.

Zur Erinnerungen: Miss Törtchen, der Feinspitz, die Tuscherei und das Kreativkaufhaus gehören zu den Gewinnern der vergangenen beiden Wettbewerbe. Die Kostbar hatte mitgemacht und sich im Bewerbungsverfahren wichtige Tipps von den Partnern des Wettbewerbs geholt. Fünf neue und erfolgreiche Geschäfte in der City, von Cupcake-Backstube bis zur Porzellan-Malerei – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann, finden die Organisatoren.

Der dritte Schweriner Gründerwettbewerb könnte in dieser Form dennoch der letzte sein. Er war von IHK, Stadt, Handelsverband und vielen Partnern wie der SVZ im Jahr 2013 zum ersten Mal ausgelobt worden, um dem damals noch größeren Leerstand in der Altstadt entgegenzuwirken und die City für Schweriner und Touristen attraktiver zu machen, „Wir wollen das Konzept jetzt ausweiten“, sagt Kristin Just. Zwei Varianten würden geprüft. Zum einen die Erweiterung des Gründerwettbewerbs auf den gesamten IHK-Bezirk. „Es gab schon Anfragen beispielsweise aus Wismar und aus Ludwigslust“, sagt Kristin Just. „Dafür brauchen wir aber einen starken Partner vor Ort. In Schwerin hatten wir den mit dem Citymanagement.“ Sabine Steinbart rührt die Werbetrommel und vermittelt wichtige Netzwerk-Kontakte schon seit der Premiere 2013.

Eine zweite Möglichkeit wäre ein Wettbewerb, in dem Digitalisierungsstrategien im Handel prämiert werden, sagt Kristin Just. „Dabei würde es nicht um neue Läden und Geschäfte, sondern um neue Wettbewerbsstrategien gehen.“ Die Existenzgründungen im Handel seien inzwischen allgemein rückläufig, womöglich auch, weil viele den Online-Handel und die Konkurrenz aus dem Internet fürchten. Dass Händler mit einem klassischen Ladengeschäft das Netz hingegen zum eigenen Vorteil nutzen sollten, genau das könnte der neue Wettbewerb zeigen.

Doch jetzt wollen sich die Wirtschafts-Experten aus Schwerin erst einmal voll auf die potenziellen neuen Firmenchefs konzentrieren. Viele Anregungen von der IHK-Gründungsberatung bekamen sie schon, jetzt müssen die eingereichten Konzepte, Finanzierungsvorschläge und Business-Pläne noch den kritischen Fragen der Juroren standhalten. Sie kommen unter anderem von Sparkasse, Unternehmensberatung, Wirtschaftsjunioren, Werbegemeinschaft Altstadt und Handelsverband. Und auch den perfekten City-Standort für den eigenen Laden hat noch nicht jeder Bewerber gefunden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen