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Schwerin wird geputzt : Fast fünf Millionen für die Grünpflege

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt legt den Kommunalpolitikern das neue Konzept vor: Ausgaben steigen, weil mehr Flächen gehegt werden müssen

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Noch bis zum 29. Februar werden an zwei durchgewachsenen Buchenhecken im Gärtnereiweg und in der Brüsewitzer Straße in Friedrichsthal Pflege- und Fällarbeiten durchgeführt. Ziel ist die langfristige Herstellung der Verkehrssicherheit. Deshalb werden auch tote, kranke und in ihrem Wachstum eingeschränkte Gehölze entnommen. Der Heckencharakter soll auch nach Abschluss der Arbeiten erhalten bleiben.

Wo wann und wie oft Grünanlagen auf städtischen Flächen gepflegt werden, das geht aus der Pflegekonzeption für öffentliches Grün hervor, die der Eigenbetrieb Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin (SDS) erarbeitet hat und die gestern Abend im Hauptausschuss der Stadtpolitik vorgelegt wurde. Fast fünf Millionen Euro investiert Schwerin demnach in das einladende Erscheinungsbild der Stadt. In den kommenden Jahren werden noch mehr Mittel notwendig sein, geht aus der Planung hervor. Grund dafür ist vor allem das rege Baugeschehen in der Landeshauptstadt. Denn neue Wohngebiete bedeuten auch neue Straße und Wege – und somit so genanntes Straßen begleitendes Grün.

Im Jahr 2012 hatte die Stadt 65 Hektar des „Verkehrsgrüns“ zu pflegen, wie diese Flächen offiziell heißen. In diesem Jahr werden es bereits 99 Hektar sein. Vor sechs Jahren waren es gerade einmal 42 Hektar Grünflächen entlang öffentlicher Straßen. Und das geht ins Geld: Sind nach internen Einsparungen für dieses Jahr Ausgaben in Höhe von 4,7 Millionen Euro vorgesehen, werden es in vier Jahren voraussichtlich schon 5,3 Millionen Euro sein. Neben der Tarifanpassung fürs Personal schlägt dabei vor allem die Flächenzunahme zu Buche. Durchschnittlich 1,7 Hektar pro Jahr sind es laut der Konzeption. Im nächsten Jahr kommt beispielsweise das Wohngebiet Mühlenscharrn dazu. In den Ausgaben für die Grünpflege Schwerins sind auch die sechs Badestellen der Stadt, 81 Spielplätze und 16 Sportanlagen enthalten.

Um die Pflege zu planen, sind die öffentlichen Grünflächen in vier verschiedene Kategorien eingeteilt.

Zur Pflegekasse 1 gehören Promenaden, Plätze, exklusive Park- und Grünanlagen, Spielplätze und Sportplätze. Hier wird im Sommer täglich gereinigt, zehnmal pro Jahr gemäht und wöchentlich die Papierkörbe geleert. Das betrifft beispielsweise die Schlosspromenade, den Zippendorfer Strand, die Schwimmende Wiese und den Grunthalplatz.

Zur Pflegeklasse 2 gehören „Flächen in wichtiger Lage im Stadtteil“. Sie werden fünfmal im Jahr gemäht und nur 14-tägig von Unrat befreit. Der Platz am Beutel, am Bleicher Ufer, der Marktplatz Wickendorf und der Grünzug Keplerstraße zählen beispielsweise dazu.

Flächen, die Randbereiche betreffen, mit wenig Einfluss auf das Stadtbild, zählen zur Pflegeklasse 3. Dort wird dreimal pro Jahr gemäht und nur monatlich geputzt, wie in der Voßstraße oder am Großen Moor. Die Klasse 4 beinhaltet Stadtrandbereiche ohne Einfluss auf das Stadtbild. Hier wird nur nach Bedarf gepflegt, z.B. das alte Waldbad.

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