Kunst in Basthorst : Farben, die die Sehnsucht stillen

Filigran geht anders: Hier hat sich Künstler Michael Frahm für ein großes Format entschieden. Die Birken „wachsen“ auf einer Breite von 4,50 Meter.
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Filigran geht anders: Hier hat sich Künstler Michael Frahm für ein großes Format entschieden. Die Birken „wachsen“ auf einer Breite von 4,50 Meter.

Ein Stück MV zum Mitnehmen: Basthorster Künstler Michael Frahm zeigt besondere Wald-Ansichten und Thomas Grundner das Meer

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11. Mai 2017, 12:00 Uhr

Kein Blätterrauschen. Kein Vogelgezwitscher. Wenn Michael Frahm den Mecklenburger Wald auf die Leinwand bringt, dann dröhnt Punk durch das Obergeschoss des Basthorster Kunsthauses. Oder eben da, wo der Künstler Inspiration und – mal abgesehen von der Musik – Ruhe zum Arbeiten findet. Am Wochenende will er seine neusten Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Unter dem Motto „Zwischen Wald und Meer“ zeigt er im Kunsthaus aber neben 69 eigenen Werken auch 38 Skulpturen von anderen Künstlern sowie 40 großformatige Fotografien von Thomas Grundner. „Die sind nicht nur groß, sondern auch großartig“, sagt Michael Frahm. Schon vor einigen Jahren ist er auf die Arbeiten des Heiligendammer aufmerksam geworden. „Er versteht es, mit der Kamera den richtigen Moment einzufangen. Ich bin hingegen lieber im Atelier, schwinge den Pinsel und zaubere mir den richtigen Lichteinfall“, sagt Michael Frahm, dreht die Anlage etwas lauter und nimmt statt des Pinsels jetzt aber den Spachtel zur Hand. Vor ihm steht eine 2,40 breite und 1,40 hohe Leinwand. Noch dominiert das Grün. Doch nicht mehr lange: Stück für Stück trägt er weiß auf. Birken sollen es auch diesmal werden. Frahms Werke haben alle eine ganz besondere Beschaffenheit. Es sind mehrere Schichten Farbe, die dem Bild nicht nur Tiefe verleihen, sondern auch eine dreidimensionale Struktur.

Der 41-Jährige will mit seinen Werken eine ganz bestimmte Sehnsucht stillen: „Die Menschen aus der Stadt sind jedes Mal aufs Neue von der mecklenburgischen Landschaft fasziniert. Die Fotos und Bilder sind ein Stück Mecklenburg, das sie sich mit nach Hause nehmen können.“

Während Thomas Grundner in seinen Aufnahmen die Natur fast zu hundert Prozent abbildet, gibt Michael Frahm seinen Werken eine ganz eigene Note. Er verleiht dem Wald mehr Farbe. Unter anderem mehr Pink, wie es im und am Kunsthaus zu finden ist. „Es ist auch ein bisschen Violett dabei“, schiebt er hinterher. Auch andere Farben, die den grauen, erdigen Waldtönen fremd erscheinen würden, finden sich auf der Frahmschen Leinwand wieder. Wohl nicht zuletzt deshalb wählt der Künstler oftmals die Birke als dominierenden Baum aus. Denn mit der hellen Rinde lasse sich, so der Künstler, vortrefflich arbeiten. Farbspiegelungen und Lichteinfälle ließen sich auf den hellen Flächen besonders gut umsetzen. Bis das große 4,50-Meter-Werk allerdings fertig ist, werden noch einige Stunden vergehen – Nachtschichten zu absolvieren sein. „Sonnabend um 18 Uhr zur Vernissage muss ich fertig sein“, sagt Frahm. Denn dann kommen wieder zahlreiche Gäste zur Ausstellungseröffnung, wie die neuen Eigentümer des Werks. Es soll demnächst in dem Berliner Hotel „The Yard“ hängen.

Die Werke von Michael Frahm, Thomas Grundner und den anderen Künstlern können ebenso Sonntag sowie dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr und sonnabends von 12 bis 16 Uhr besichtigt werden.

Basthorster Königstage

Freitag: Fashion Night Basthorst – Modenschau unter freiem Himmel mit Designern und von Geschäften aus der Region

Sonnabend: 4. Night of Basthorst mit einem  Köstlichkeitenmarkt und Open-Air-Konzert mit dem Orchester „Seelos“ und der  Band „Schlagfertig“

Sonnabend & Sonntag: tagsüber  Markt „Home & Country“ für Haus, Garten und mehr

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