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Polizeieinsatz : Fan-Schlägerei auf Schweriner Hauptbahnhof

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erst am Freitag veröffentlichte der F.C. Hansa Rostock einen Maßnahmenkatalog gegen Fanausschreitungen. Doch nun gab es erneut einen Zwischenfall.

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 20:53 Uhr

Nachdem gewalttätige Anhänger von Hertha BSC am Rande des Bundesligaspiels bei Werder Bremen am Sonnabend sieben Polizisten verletzt hatten, sorgten sie bei der Rückreise in Schwerin für weitere Krawalle. Auf dem Hauptbahnhof kam es laut Polizei beim Umsteigen zu Ausschreitungen mit Fußballfans des FC Hansa Rostock, die sich auf der Rückreise vom Punktspiel in Erfurt (1:1) befanden. Obgleich die Rostock-Fans von 20 Einsatzkräften abgeschirmt worden waren, schafften es einige Krawallbereite nach Ankunft von rund 250 Hertha-Anhängern, die Polizeibarrikade zu durchdringen. Es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Lagern. Erst mit einer von sechs Hubschraubern eingeflogenen Hundertschaft der Bundespolizei gelang es den Beamten, die Lage zu beruhigen. Insgesamt waren 130 Polizisten im Einsatz. 30 Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs wurden aufgenommen. Weitere Ermittlungen zu anderen Straftaten folgen. Bei 35 Personen wurde die Identität festgestellt. Der Zug in Richtung Berlin hatte 32 Minuten Verspätung bei der Abfahrt aus Schwerin und die Weiterreise in Richtung Rostock verzögerte sich um 52 Minuten. Der Großteil der Hansa-Anhänger stieg an den Bahnhöfen auf der Strecke von Schwerin nach Rostock aus.

Erst vor kurzem hatte Hansa Rostock als Antwort auf die zunehmenden Ausschreitungen gewaltbereiter Fans einen sieben Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog in Kraft gesetzt. Dieser soll dazu dienen, in Zukunft effektiv schwere Krawalle, wie beim letzten Heimspiel gegen RB Leipzig, zu verhindern. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte den Verein hierfür am Freitag zu einer Geldstrafe von 20 000 Euro verurteilt. Der Verein zieht ernste Konsequenzen aus dem Fehlverhalten seiner Anhänger - so wird die Südtribüne des Rostocker Stadions im letzten Heimspiel der Saison gegen den SV Wehen Wiesbaden geschlossen bleiben.

Kaum nennenswerte Zwischenfälle in Erfurt

Erfreulicher hingegen die Nachrichten aus Erfurt. Die als Risikospiel der 3. Fußball-Liga eingestufte Begegnung zwischen den früheren DDR-Oberligisten FC Rot-Weiß Erfurt und dem FC Hansa ist nach Angaben der Polizei ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Nach dem Anzünden von mobilen Toiletten bei den Einlasskontrollen wurden lediglich zwei Anzeigen wegen Sachbeschädigung erstattet sowie eine weitere wegen Widerstands. Zudem gab es wegen Pyrotechnik fünf Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

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