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Weihnachtsbäume für Jamelner Ziegen : Familienlose Bäume werden Futter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tannen und Fichten, die das Weihnachtsfest im Forstamt verbringen mussten, werden nun von Ziegen „ratzekahl“ gefressen

von
erstellt am 01.Jan.2017 | 09:00 Uhr

Bei einigen Familien ist der Weihnachtsbaum bereits abgeschmückt und sogar entsorgt. Und manche haben gar nicht erst einen Platz in einer warmen Stube bekommen. So erging es beispielsweise gut zwei Dutzend Nordmanntannen und Fichten aus dem Revier Friedrichsmoor. Revierleiter Gerd Weiberg hat seit mittlerweile drei Jahren eine recht sinnvolle Verwertung für alle nicht verkauften Bäume. „Es gibt zwei sehr engagierte Ziegen- und Schafzüchterinnen im Ort, denen schenken wir die Bäume für ihre Ziegen“, erklärt er und packt gestern auch mit an, als Sabine Firnhaber die Nadelbäume auf ihren Anhänger stapelt. Gemeinsam mit ihrer Frau Susanna brachte sie Baum für Baum in das Gatter der Ziegen, und die konnten es kaum abwarten, über die Nadelbäume herzufallen. „Sie fressen die Bäume wirklich ratzekahl. Zunächst machen sie sich über die Rinde her und dann sind die Nadeln dran“, erklärt Sabine Firnhaber. Ob die Tannebäume dafür verantwortlich sind, dass gleich zwei ihrer Tiere in diesem Jahr bei der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (Mela) einen Preis abgeräumt haben, weiß sie nicht. „Klar ist nur, wir haben die schönste Ziege im Land“, sagt sie und verweist auf eine sehr aufgeweckte Thüringer Waldziege namens Siri, die mit Gold ausgezeichnet wurde. Ein Versprechen hat Gerd Weiberg den Firnhabers und ihren Ziegen gestern gegeben: „Auch 2017 gibt es wieder Tannen!“

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