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Weihnachten : Familien aus Dümmer helfen Schweriner Kindern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Private Aktion erlebt zehnte Auflage: 63 Päckchen erfüllen Wüsche von bedürftigen Mädchen und Jungen

von
erstellt am 14.Dez.2014 | 08:00 Uhr

Damit Kinder und Jugendliche in Schwerin am Heiligen Abend wenigstens ein Geschenk erhalten, werden in Dümmer und Umgebung derzeit fleißig Päckchen gepackt – zum inzwischen zehnten Mal. Martha Simone Bütow, Sozialpädagogin und Familienbetreuerin in der Landeshauptstadt, hat der Elterninitiative um Anne Vitense, Katrin Radtke und Manuela Knossalla wieder Wunschzettel von Kindern aus sozial schwachen Familien überbracht. 63 sind es in diesem Jahr. Und so viel Wünsche werden auch erfüllt.

„Es ist wirklich kein Problem, diese Wüsche zu erfüllen“, betont Manuela Knossalla. Denn auf den mit Vorname und Alter versehenen Wunschzetteln stehen solche Dinge wie Malstifte, Duschbad, Bettwäsche, ein „gebrauchter“ Ranzen, Socken und Slips. „Aber ich kaufe doch einem 14-jährigen, fremden Mädchen keine Slips, das wird ausnahmsweise ein Einkaufsgutschein“, verrät Katrin Radtke. Generell gilt: Alle Wünsche sind ausgesprochen bescheiden. „Als meine Kinder den Zettel sahen, waren sie total überrascht, welche einfachen Dinge sich die Gleichaltrigen zu Weihnachten wünschen“, erzählt Manuela Knossalla.

Bei dieser rein privaten Aktion lernen sich Päckchen-Packer und Empfänger zwar nicht kennen. Doch sie bereitet viel Freude – auf beiden Seiten. Das weiß und erlebt Martha Simone Bütow. Sie kennt die Sorgen und Nöte in zahlreichen Familien. „Die Päckchen gehen aber nicht nur an Familien, die ich betreue“, betont Bütow. Von Kollegen und auch von Lehrern einer Schweriner Schule weiß die Sozialpädagogin, wo ein Kind ohne diese Unterstützung ohne Weihnachtsgeschenk bleiben würde.

Zum zehnten Mal in Folge ist Martha Simone Bütow nun in der Lage, die Enttäuschung unter dem Weihnachtsbaum zu verhindern – dank der Familien aus Dümmer und Umgebung. Bütow: „Stellvertretend für alle Beschenkten möchte ich mich bei den Helfern bedanken.“ Die Sozialpädagogin ist heute noch froh über den Zufall, der sie damals nach Dümmer führte und bei dem der Kontakt zur Elterninitiative entstand. Denn Anne Vitense, Katrin Radtke und Manuela Knossalla sind in der Kita sehr aktiv, organisieren dort u.a. Kleiderbörsen. Dabei entstand auch die Idee, sich an Weihnachtsaktionen zu beteiligen. Doch dass in Päckchen nur ausgewählte, neue Dinge gelegt werden dürften, fanden die Frauen nicht so gut. Sie selbst wussten von den Basaren, dass auch mit gut erhaltenen Sachen und kleinen Dingen geholfen werden kann. Dank der Vermittlung von Martha Simone Bütow geschieht das nun schon zum zehnten Mal.

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