Mehr Knöllchen : Falschparker stärker im Visier

50 600 Knöllchen haben die Politessen 2014 verteilt.
50 600 Knöllchen haben die Politessen 2014 verteilt.

Kommunaler Ordnungsdienst bekommt noch in diesem Monat weitere Mitarbeiter: Mehr Kontrollen auf Dreesch und in Lankow geplant

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03. März 2015, 12:00 Uhr

Gut 50 000 Knöllchen hat der Kommunale Ordnungsdienst im vergangenen Jahr ausgestellt. Und doch klagen immer wieder auch SVZ-Leser darüber, dass sich Falschparker etwa auf dem Dreesch oder am Stadtrand nahezu sicher fühlen könnten. Die ungestörte Zeit soll aber nun ein Ende haben: Der Ordnungsdienst bekommt Verstärkung.

Insgesamt acht weitere Mitarbeiter, davon sieben im Außendienst, werden ihren Job antreten. „Die ersten neuen Kollegen kommen schon in diesem Monat zu uns. Am 1. April ist die erweiterte Mannschaft komplett“, sagt Ordnungsamtschefin Gabriele Kaufmann.

Knapp 30 Leute hat die Amtsleiterin dann zur Verfügung. „Damit haben wir ganz andere Möglichkeiten, können deutlich mehr Präsenz zeigen“, erklärt Kaufmann. Verstärkte Kontrollen könnten dann zum Beispiel auch wieder in den drei Dreescher Stadtteilen und in Lankow durchgeführt werden. Natürlich achteten die Mitarbeiter bei ihren Patrouillen auf Hundehaufen, Abfall und Lärm, auf Graffiti, und die Einhaltung der Werbesatzung, aber eben auch auf Falschparker, so Kaufmann.

Und Möglichkeiten, sein Auto anders als erlaubt abzustellen, gäbe es auch außerhalb der Innenstadt, betont Sachgebietsleiter Norbert Müller. Zwar mangele es etwa auf dem Dreesch nicht an Parkplätzen. „Aber viele Bürger möchten ihren Wagen so dicht wie möglich am Wohnhaus abstellen, was nicht immer erlaubt ist.“ Manche Fahrzeugbesitzer stellten ihr Gefährt auch auf Wendeplätzen oder vor Feuerwehrzufahrten ab, schildert Müller.

Den Vorwurf, der Ordnungsdienst wolle doch nur Kasse machen, wehrt Amtsleiterin Kaufmann schon mal präventiv ab: Der Ordnungsdienst agiere mit Augenmaß, versichert sie, strafe Parksünder nicht sinnlos ab. Wenn beispielsweise ein Transporter auf einem Bürgersteig stehe, der für das Gewicht nicht ausgelegt sei, dann könne ein Ordnungsdienst dieses Verhalten nicht in Ordnung finden, sagt die Amtsleiterin.

In der jüngeren Vergangenheit waren den unterbesetzten Politessen durchaus Grenzen gesetzt. Überprüfungen von Falschparkern fanden vor allem in der Innenstadt statt, wo Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer bestand, wo sich Individualverkehr und Nahverkehr die Straßen teilten.

„Learning by doing“, so laute nun die Devise für die neuen Mitarbeiter, unterstreicht Kaufmann. Ihre ersten Runden in der Stadt würden sie mit erfahrenen Kollegen drehen.

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