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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 16:12 Uhr

Ärgernis : Falschfahrer lieben Marienplatz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jede Menge illegale Durchfahrten: Immer mehr Schweriner fordern entschiedenes Eingreifen von Polizei und Ordnungsamt

von
erstellt am 06.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Die Kritik an der Verkehrssituation auf dem Marienplatz ist nicht neu. Aber immer mehr Schweriner sprechen sie immer deutlicher aus, fordern ein härteres Durchgreifen von Polizei und Ordnungsamt. Stellvertretend für diese Art von Wortmeldungen steht der Leserbrief von Detlef Ganzer, der unsere Redaktion erreicht hat. „In der Hauptverkehrszeit ist der Marienplatz als solcher überhaupt nicht mehr erlebbar“, beklagt Ganzer, „weil er zugestellt ist mit einer fast ununterbrochenen Reihe von Straßenbahnen, Bussen, Taxen und Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Gesundheitswesen.“

Das Durchfahrtsverbot auf dem Marienplatz werde von vielen nicht berechtigten Fahrzeugen „hemmungslos ignoriert“, kritisiert Ganzer. Lastwagen rollten auch außerhalb der Lieferzeiten über den Platz, hinzu kämen die „halsbrecherischen Manöver“ mancher Radfahrer. „Man hat oft Mühe, den Platz überhaupt überqueren zu können“, schildert unser Leser. Ganzer stört sich aber nicht nur am überbordenden Verkehr auf dem Marienplatz, sondern auch am Erscheinungsbild. Der für Millionen Euro aufwändig sanierte und neu gestaltete Platz habe wenig Einladendes, moniert er. „Drei mickrige Bäume, kein weiteres Grün, ein Wasserspiel, das mehr gewollt als gekonnt aussieht, nur Granit, Verkehr und Lärm.“

Baudezernent Bernd Nottebaum nimmt die Kritik ernst, stellt Durchfahrtsblitzer noch in diesem Jahr in Aussicht genauso wie einen weiteren Bereich für Außengastronomie auf dem Marienplatz. „Wir wollen in Höhe des Wasserspiels eine Fläche schaffen, auf der allerdings keine Bedienung vorgesehen ist“, so Nottebaum.

Aus Sicht der Polizei bilde der Marienplatz keinen Unfallschwerpunkt, betont Polizeisprecher Steffen Salow. Gleichwohl habe er Verständnis, wenn sich Bürger um die Sicherheit auf dem Platz sorgten. „Die Polizei hat aber die Verkehrssituation im Auge und ahndet auch regelmäßig Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot“, versichert Salow.

 

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