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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2017 | 20:07 Uhr

Baustellen : Fallstricke im Schilderwald

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bauarbeiten in der Schelfstraße machen Autofahren kompliziert, weil gewohnte Regeln nicht mehr gelten

von
erstellt am 13.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Ziemlich „abenteuerlich“ fand ein Ehepaar aus Göttingen seine Stippvisite in Schwerin. Quartier hatten die beiden in der Röntgenstraße bezogen – und dorthin zu gelangen, ist aktuell nicht mehr ganz so einfach. Die Schelfstraße wird seit Ende Juni saniert, die Bauarbeiten begrenzen sich zurzeit aber noch auf die Kreuzung an der Landreiterstraße. Während der Bürgerversammlung zur Sanierung gab es Unmuts-Bekundungen der Anwohner. Dabei ging es vor allem um Parkplätze und Grundstückszufahrten (SVZ berichtete). Wir machten den Test: Wie kommt man mit dem Auto durch die Schelfstadt?

Grundvoraussetzung für eine reibungslose Fahrt ist es, ganz akribisch auf Schilder zu achten. Denn auf der Werderstraße und auf der Knaudtstraße wird die Umleitung angezeigt. Wer als Ortsfremder allerdings die richtige Abfahrt verpasst, der kann einige Runden umsonst drehen oder muss an der Baustelle direkt wenden. Aber selbst das funktioniert ohne größere Probleme.

In der Amtstraße, die als offizielle Umleitung herhält, ist der Autofahrer erfreut, dass zahlreiche Halte- und Parkverbotsschilder für gute Durchfahrt sorgen. Aber genau diese Schilderflut lässt es auch kompliziert werden. Darf ich jetzt abbiegen und warum kommt mir an der Schelfkirche plötzlich ein Auto entgegen? Ist hier nicht mehr Einbahnstraße? Das Schild „Achtung Gegenverkehr“ hatten wir in der ersten Begeisterung übersehen.

Zur Röntgenstraße können wir wie gewohnt am Schelfmarkt rechts abbiegen, dann links rein – hier sind am Montagvormittag genug Parkplätze frei, auch die Poliklinik ist problemlos zu erreichen. Die Bauleute arbeiten in weiter Ferne hinter dem Nettomarkt, der ebenfalls noch gut angesteuert werden kann. Wer wieder raus will, darf nur nicht Richtung Knaudtstraße fahren, sondern sollte sich Richtung Schelfkirche orientieren – und dann entgegen der alten Einbahnstraßenregelung weiterfahren. Für Einheimische eigentlich kein Problem. Dass auswärtige Besucher im Schilderdschungel der Schelfstadt mal die falsche Abbiegung erwischen, irgendwo stecken bleiben oder falsch parken, können wir nachvollziehen. Die Niedersachsen jedenfalls haben irgendwann ihr Navi abgestellt, sich durchgefragt, dabei nette Schweriner kennen gelernt und viel von der Stadt gesehen.

Wenn die Kreuzung Schelfstraße, Landreiterstraße fertig ist, gehen die Bauarbeiten übrigens bis zum Netto-Markt weiter. Und im kommenden Jahr folgt dann der Abschnitt bis zum Schelfmarkt. Insgesamt 48 Wochen werden die Bauarbeiten dauern. Abwasserkanäle, Hausanschlüsse, Gas- und Stromleitungen werden erneuert. Die Straße bekommt eine Schwarzdecke und gepflasterte Parkstreifen, die Bürgersteige werden auf beiden Seiten mit gelben Klinkern belegt. Und neue Straßenlampen werden aufgestellt.

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