Mai-Kundgebung in Schwerin : Fairer Lohn und sichere Renten

Mai-Demo auf dem Grunthalplatz: Mehr als 100 Schweriner versammelten sich, um sich für Arbeitnehmerrechte stark zu machen.
1 von 2
Mai-Demo auf dem Grunthalplatz: Mehr als 100 Schweriner versammelten sich, um sich für Arbeitnehmerrechte stark zu machen.

Gewerkschaften betonen bei Mai-Kundgebung den solidarischen Sozialstaat / Viele Besucher beim Tanz der Kulturen auf dem Markt

von
02. Mai 2017, 12:00 Uhr

Der Wind wehte heftig, die überwiegend roten Fahnen flatterten, ein Fahrrad fiel um. „Aber ich bleibe stehen“, sagte Dirk Johne. Der stellvertretende Regionalleiter Nord der IG BAU hielt gestern auf dem Grunthalplatz die Ansprache bei der Gewerkschaftskundgebung zum 1. Mai. Motto: „Wir sind viele. Wir sind eins“. Die Lohnangleichung zwischen Ost und West sei in weiten Bereichen noch immer ein Lippenbekenntnis“, beklagte Johne vor mehr als 100 Zuhörern. Aber nicht nur auf dem Arbeitsmarkt liege einiges im Argen. Auch dass viele Rentner sich vor Altersarmut fürchten müssten, sei nicht hinnehmbar, so der Gewerkschaftler.

Doch es gäbe auch Erfolge zu vermelden, erklärte Johne. So seien durch den Mindestlohn mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Der solidarische Sozialstaat müsse die Basis des Gemeinwesens bleiben, so der stellvertretende Regionalleiter. Einkommen, von denen die Arbeitnehmer leben können, und sichere Renten – das seien die zentralen Forderungen der Gewerkschaft.

Der 1. Mai habe noch immer seine Berechtigung, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in einem Grußwort. Nach wie vor müsse für faire Löhne gekämpft werden. Anschließend zogen die Teilnehmer der Kundgebung in einem gemeinsamen Demonstrationszug vom Bahnhof zum Markt. Auf dem Platz vor dem Rathaus präsentieren sich Parteien und Verbände, gab es Diskussionsrunden und Musik. Viele Schweriner nutzten das Angebot.

Gut gefüllt war der Markt bereits am Vorabend des 1. Mai. Gewerkschaften und Schweriner Flüchtlingshilfe hatten am Sonntag zu einem „Tanz der Kulturen“ mit jeder Menge Live-Musik eingeladen. „Vielfalt entdecken, Vielfalt erleben“ lautete das Motto. „Wir wollen Menschen zusammenbringen und ein Zeichen für ein friedliches Miteinander setzen“, sagte der Sprecher der Flüchtlingshilfe, Claus Oellerking.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen