Wirtschaft in Stralendorf : Fahrzeugbauer nimmt Fahrt auf

Markus Schollmeyer bringt mit Hilfe eines Vakuumsaugers die Platten für die Kofferaufbauten in die Produkitionslinie.
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Markus Schollmeyer bringt mit Hilfe eines Vakuumsaugers die Platten für die Kofferaufbauten in die Produkitionslinie. Fotos: Mett

Firma Junge investiert vier Millionen Euro in Stralendorf, bringt „Lightstar“ auf die Straße und verdoppelt so die Jahresproduktion

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27. Januar 2018, 12:00 Uhr

Die neue, 2000 Quadratmeter große Halle auf dem Areal von Fahrzeugbau Junge steht. Nun muss noch Leben rein. „Im ersten Quartal werden wir unsere Produktionslinie für den ,Lightstar’ aufbauen, im zweiten legen wir los“, sagt Werkleiter Patrik Hennings. Die traditionsreiche Firma am Dorfrand von Stralendorf steckt mitten im Umbruch. Der Hamburger Fahrzeugbauer Junge baut seine Produktionsstätte für vier Millionen Euro aus.

Rund 100 Beschäftigte setzen schon jetzt auf Fahrzeugkarossen Spezialaufbauten. Die Serienfertigung vom „Loadstar“ mit einem Gewicht von 6,5 bis 25 Tonnen wurde modernisiert und umgestellt. Etwa 2000 dieser Fahrzeuge liefert der Stralendorfer Betrieb pro Jahr aus.

Nun kommt auf einer zweiten Produktlinie der „Lightstar“ hinzu. „Das ist ein Kleintransporter für die letzten Kilometer“, erzählt Junge-Geschäftsführer Bernd Mundhenk stolz. Diese Spezialfahrzeuge haben ein Höchstgewicht von 5,5 Tonnen, sollen Möbel oder Paketen auf kurzen Wegen zu den Kunden bringen. Der Bedarf an solchen kleinen Ausliefer-Fahrzeugen steigt stetig. Mundhenk: „Wir reagieren damit auf den wachsenden Online-Handel.“ Und der im Hamburger Haupthaus von Junge eigens dafür entwickelte „Lightstar“ soll das Zugpferd auf diesem Geschäftsfeld sein. Bereits im vorigen Jahr fiel die Entscheidung, dieses Fahrzeug ausschließlich in Stralendorf zu fertigen und den Standort dafür auszubauen. Für Senior-Chef Bernd Junge ist das sogar ein noch größerer Umbruch als die Übernahme des einstigen Kreisbetriebes für Landtechnik durch ihn im Jahr 1992. Dass die Umwandlung der Firma zur Erfolgsgeschichte wurde, war vor allem ein Verdienst der engagierten Fachleute in Mecklenburg, betont Bernd Junge immer wieder.

Und die Fachleute sind auch heute wieder ein wichtiger Faktor, wie Patrik Hennings betont. Fünf Azubis gehören derzeit zur Stralendorfer Belegschaft. Und jede Fachkraft, die sie bewirbt, kann damit rechnen, eingestellt zu werden. „Dennoch reicht das nicht aus“, fügt Mundhenk hinzu. „20 Leute würden wir gern einstellen.“ Karosserie- und Fahrzeugbauer, Mechatroniker, Elektriker und Lagerlogistiker werden händeringend gesucht. Auch neue Azubis für die Bereiche Karosserie- und Fahrzeugbau, Lackiererei und Lagerlogistik sind willkommen.

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