Schwerin : Fahrstuhl vor der Tür, Fenster im Bad

Mit einer halben Million Euro half das Land bei der Sanierung des Blocks Eutiner Straße. Bauminister Christian Pegel (r.) übergab einen Förderbescheid an Wolfgang Winkler (l.) und Steffen Weber.
Mit einer halben Million Euro half das Land bei der Sanierung des Blocks Eutiner Straße. Bauminister Christian Pegel (r.) übergab einen Förderbescheid an Wolfgang Winkler (l.) und Steffen Weber.

Wohnungsgenossenschaft Lankow saniert Block in Eutiner Straße und verändert dabei auch Grundrisse

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20. Mai 2019, 05:00 Uhr

Ein Fahrstuhl, eine neue Heizung, ein Bad mit Fenster und eine größere Küche sowie schwellenfreie Zugänge: Die Wohnungsgenossenschaft Lankow (Wogela) hat wieder eines seiner alten Plattenbauhäuser auf Vordermann gebracht. Und dafür auch sofort neue Mieter gefunden. Die zehn Wohnungen in der Eutiner Straße 11 sind schon seit Anfang März wieder bezogen. Im Keller parken die ersten Rollatoren. Na klar, wenn ein Haus schwellenfrei ist, dann interessieren sich hierfür besonders Menschen, die Hilfsmittel beim Gehen brauchen. Und noch etwas anderes lockt die Kundschaft in die Wogela-Häuser: „Unsere Firmenphilosophie lautet: den Quadratmeter nie teurer als für acht Euro zu vermieten“, berichtet Vorstand Wolfgang Winkler dem Bauminister Christian Pegel, als der einen Zuwendungsbescheid über 117 000 Euro für das Haus übergab. Und sich interessiert umsah im Fünfgeschosser. Insgesamt 1,4 Millionen Euro habe die Sanierung gekostet, sagt Steffen Weber, der gemeinsam mit Winkler das Vorstandsteam bildet. Während ein Aufgang komplett saniert wurde, bekamen die anderen im Block 10-15 „nur“ eine neue Heizungsanlage. Das Land förderte das Projekt aus unterschiedlichen Töpfen mit rund einer halben Million Euro.

Mehr als 1150 Wohnungen gehören zur Wogela, etwa 200 von ihnen müssen noch saniert werden, sagt Wolfgang Winkler. Wenn er auf den Block nebenan schaut, die Eutiner Straße 4-9, dann weiß er auch, was demnächst ansteht. „Die Aufgänge 5,7 und 9 bereiten wir jetzt zur Sanierung vor, die anderen drei sind schon fertig“, sagt er. Saniert werde übrigens immer im Leerstand. Und da warte die Wogela, bis die Häuser quasi von selbst frei geworden sind, niemand werde zum Auszug gezwungen. „Wir nehmen die Blöcke, in denen es ohnehin schon Leerstand gibt, irgendwann aus der Vermietung raus, belegen die Wohnungen also nicht mehr neu, und warten, bis alle Mieter ausgezogen sind.“ Einige gehen in Pflegeheime, andere zögen zur Familie oder einfach fort. „Wir möchten das so geschmeidig wie möglich lösen.“

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