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Schweriner modernisieren : Fahrstuhl-Fastenzeit bald vorbei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SWG tauscht Aufzüge in Hochhaus in der Hamburger Allee aus – Bewohner müssen vier Wochen ohne Fahrstuhl auskommen

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Morgen Nachmittag soll der Fahrstuhl im Hochhaus in der Hamburger Allee endlich wieder fahren. Vier Wochen haben die Arbeiten gedauert, um den Lift instand zu setzen. „Am Donnerstag haben wir einen Termin mit dem Tüv. Wenn alles klappt, bleibt der Fahrstuhl dann gleich in Betrieb“, sagt Eckhard Sukow von der Hausverwaltung der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft.

Mitte Januar hatte die SWG die Bewohner des Hochhauses in der Hamburger Allee informiert, dass im Frühjahr die Fahrstühle erneuert werden. „Als Ausgleich für den fehlenden Fahrstuhl haben wir in jede Etage Stühle gestellt, damit sich unsere Mieter ausruhen können“, erklärt SWG-Vorstand Guido Müller. Außerdem sei zusätzlich zu den Stühlen, je nach Stockwerk und Größe der Wohnung, eine Mietminderung für den Zeitraum der Instandsetzung des Aufzugs erlassen worden.

Grund für die Sanierung des elektrischer Treppenersatzes war der Mangel an Reparaturmöglichkeiten, so Sukow: „Bis zum vergangenen Jahr gab es in Magdeburg noch einen 72-Jährigen, der Getriebe dieser Bauart repariert hat. Seit diesem Jahr fehlen aber noch zusätzlich die nötigen Ersatzteile.“ Um einem möglichen Not- oder Zwischenfall vorzubeugen, wäre der Aufzug quasi präventiv aufgerüstet worden. Statt der geplanten vier Wochen würden bei einem plötzlichen Ausfall 20 bis 24 Wochen für Reparaturen gebraucht werden, so Sukow.

„Eine gute Idee“, findet eine Mieterin aus dem Nachbaraufgang der Hamburger Allee 13 diese Art der Erneuerung. „In letzter Zeit hatten wir sowieso öfter Probleme mit dem Fahrstuhl.“ Der Aufzugtausch beschränkt sich nach Angaben der SWG nicht nur auf die Hamburger Allee 11: Die Nachbaraufgänge 13 und 15 folgen jeweils im Vier-Wochen-Rhythmus. „In der 13 soll es schon nächste Woche losgehen“, erklärt die Abteilungsleiterin der SWG-Hausverwaltung, Gabriele Szymanski. Fast 80 000 Euro kostet die Aufrüstung – pro Aufzug. Doch die seien laut Müller gut angelegt: „Uns geht es um die Aufwertung unseres Bestandes. Im vergangenen Jahr haben wir einen barrierefreien Zugang geschaffen, jetzt sind folgerichtig die Aufzüge an der Reihe.“

Manche Mieter können trotz Stühlen in den Etagen und Mietminderung nicht in ihren Wohnungen bleiben. „Ein älteres Ehepaar, das in einem der höher gelegenen Stockwerke wohnt, haben wir für die Dauer der Instandsetzung in einer Gästewohnung untergebracht“, erläutert Szymanski.

Allerdings gäbe es auch andere Beispiele. „Neulich sind mir im Treppenhaus zwei Senioren begegnet, die mich stolz auf ihre Kondition hingewiesen haben“, erzählt Sukow. Am Anfang hätten die beiden jede Etage gestoppt und die Stühle benutzt. Inzwischen könnten sie aber ohne Pause vom Erdgeschoss bis in ihre Wohnung im sechsten Stock die Treppen hoch laufen. Vielleicht ja auch, wenn der Fahrstuhl wieder fährt.

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