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Bike-Fan wird Diebstahlsopfer : Fahrradklau bei „Red Rebane“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bei Bike-Liebhaber Christian Karius dreht sich alles um Zweiräder – nun wurde ihm sein eigenes gestohlen

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Es hätte alles so schön sein können für Christian Karius: Sein Geschäft „Red Rebane“ wächst, die Kunden sind zufrieden und im Internet wurde das neueste Firmenprojekt, eine neue Fahrradtasche, komplett finanziert. Es hätte... Doch vor etwas mehr als einer Woche wurde sein Fahrrad gestohlen. „Das ist nicht irgendein Rad, sondern das Fundament meiner Geschäftsidee“, erzählt der Schweriner. „ Dieses Fahrrad ist mit mir und meinen Ansprüchen gewachsen. Mehr als zehn Jahre lang habe ich dieses Bike eigens für mich gebaut, die allererste Tasche genäht und viele weitere damit getestet.“ Und nun ist es weg.

In der Nacht zum 29. September war ein Einbrecher über ein Fenster im Innenhof in die „Red Rebane“-Räume in der Möwenburgstraße eingestiegen und hatte das Zweirad Marke „Liteville“ des Geschäftsführers entwendet. Zusätzlich zum Fahrrad wurden außerdem einige Taschen gestohlen, die bei „Red Rebane“ alle in Handarbeit gefertigt werden. „Das Traurige an dieser sowieso schon blöden Sache ist, dass wir davon ausgehen müssen, dass es sich um jemanden handelt, der selbst schon einmal unsere Werkstatt besucht hat“, klagt Karius. Seiner Einschätzung nach hätte der Dieb gewusst, dass es einen Durchbruch zwischen alter und neuer Werkstatt gibt.

Die Chance, sein Fahrrad je wieder zu Gesicht zu bekommen, schätzt der 34-Jährige gegen Null ein. „Der einzige Grund, warum ich noch ein bisschen Hoffnung habe, ist die einzigartige Zusammensetzung. Viele Teile sind heute nicht mehr erhältlich“, erklärt er. Selbst wenn der Täter das Rad zerlegen und die Einzelteile verkaufen wollte, würde die Spur immer wieder zu ihm zurückführen, sagt Karius. Und genau darauf hofft er: „Im Gegensatz zu handelsüblichen Mountainbikes sind vom Rahmen bis zur Federgabel alle Teile einzigartig. Sollten jemandem auch nur die Reifen angeboten werden, soll er sich bitte bei mir melden.“

Der Zuspruch, den der Radliebhaber nach dem Diebstahl von Freunden und Bekannten erfahren hat, ist enorm. Allein auf Facebook wurde sein Beitrag mehr als 1000-mal geteilt. „Viele Freunde haben mir erzählt, dass ihre Räder ebenfalls gestohlen wurden“, sagt er. Selbst wenn er sein Lieblingsstück nicht mehr zurückbekommt, hat er seine Lehren aus dem Diebstahl gezogen: „Für die Zukunft heißt das, noch vorsichtiger zu sein.“

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