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Schweriner Dieb geschnappt : Fahrrad wieder da – in Einzelteilen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das gestohlene Rad von „Red Rebane“-Chef Christian Karius ist aufgetaucht, die Polizei hat den mutmaßlichen Dieb geschnappt

svz.de von
erstellt am 11.Nov.2017 | 16:00 Uhr

Christian Karius könnte sich freuen: Sein Fahrrad, das vor einigen Wochen gestohlen wurde, ist wieder da. Ein Grund, zu feiern – eigentlich. „Von einem Fahrrad will ich aber gar nicht sprechen. Die meisten Teile fehlen, die wurden schon verkauft“, sagt der Geschäftsführer von „Red Rebane“. Nach dem Einbruch hatte der Schweriner eine Anzeige bei der Polizei gemacht und auf Facebook einen Aufruf samt Belohnung ausgelobt. „Das hat Früchte getragen“, erzählt Karius. Die Polizei habe den Tatverdächtigen dingfest machen können.

Der mutmaßliche Dieb sei kein unbeschriebenes Blatt, Schwarzfahrten und kleine Diebstähle gingen auf sein Konto, sagt Schwerins Kripo-Chef Tom Sperling. Auf die Spur kam die Polizei dem 29-jährigen Schweriner, als er versuchte, einen Teil seiner Beute zu verkaufen. Ein Fahrrad und mehrere Taschen waren bei dem Einbruch in das Start-Up-Unternehmen in der Möwenburgstraße gestohlen worden (SVZ berichtete). Gesamtwert: rund 11 000 Euro. „Von Anfang an war klar, dass der Täter Insider-Kenntnisse haben musste“, erklärt Sperling. Die Kriminaltechnik habe gute Arbeit geleistet und am Tatort aussagekräftige Spuren gesichert. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 29-Jährigen hat die Polizei einen Großteil des Diebesgutes gefunden, darunter eben auch den Rahmen und die Gabel des hochwertigen Fahrrades von Christian Karius. Nach Erkenntnissen der Polizei war der Tatverdächtige zeitweilig als Aushilfe bei „Red Rebane“ beschäftigt.

„Deshalb hat er auch genau gewusst, wo das Rad und die Taschen stehen“, sagt Christian Karius. „Was seine Beschäftigung hier angeht, bin ich emotionslos. Es ist einfach schade, dass du niemandem mehr trauen kannst.“

Als Folge des Diebstahls haben Karius und seine Mitarbeiter ein neues Sicherheitssystem installiert und wollen in Zukunft noch vorsichtiger sein. Die Hoffnung des „Red-Rebane-Chefs“ auf eine finanzielle Entschädigung ist gering. „Von der Versicherung bekomme ich höchstwahrscheinlich nicht den Wert des Rads zurück. Und ob der Täter für die Schäden am Rad und an den zerschlagen Scheiben aufkommt, daran glaube ich ehrlich gesagt auch nicht.“

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