Nahverkehr : Fahrplanwechsel: Buslinien im Test

Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt: Die Vorwürfe gegen ihn sind noch nicht ausgeräumt.
Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt: Die Vorwürfe gegen ihn sind noch nicht ausgeräumt.

Seit Jahresbeginn überprüft der Nahverkehr, ob die geänderten oder neuen Busrouten 7, 14 und 20 den Fahrgästen gefallen

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03. Januar 2016, 13:12 Uhr

Er gilt schon seit dem 1. Januar, aber so richtig bewähren muss er sich erst von heute an, wenn der Berufs- und Schülerverkehr wieder beginnt. Der neue Fahrplan des Schweriner Nahverkehrs wartet mit einigen Änderungen auf. Die größte Diskussion hatte es im Vorfeld um die Linie 14 gegeben, für die aber eine Kompromisslösung gefunden wurde.

Nachdem vor allem Bürger aus Lankow und Neumühle kritisiert hatten, dass die Linie 14 von Lankow-Siedlung künftig nicht mehr bis zur Jugendherberge durchfahren soll, hatte der Nahverkehr eingelenkt (SVZ berichtete). Bis zum Ende der Winterferien gilt nun zunächst mal die neue Linienführung und Taktung. Wenn sich aber in der Zwischenzeit herausstellen sollte, dass die Änderungen keine Akzeptanz in der Bevölkerung finden, tritt vom 15. Februar an wieder die alte Regelung in Kraft, fahren die Busse wieder bis zur Jugendherberge. Dabei macht Nahverkehrschef Norbert Klatt keinen Hehl daraus, dass er die Fahrplanumstellung für die bessere Lösung im Interesse der Fahrgäste hält. So werde für die Linie 14 wie für die Linie 12 nach Wittenförden ein Anschluss zur Straßenbahnlinie 2 am Platz der Freiheit geschaffen, beide Linien würden bis zum Hauptbahnhof weitergeführt. „Zusätzlich wird für die Linie 14 die Taktung von 45 auf 30 Minuten verkürzt“, so Klatt.

Eine Art Probetrieb startet der Nahverkehr mit dem jetzigen Fahrplanwechsel auch auf der Buslinie 7 (Krebsförden-Hauptbahnhof) und der neuen Linie 20 von der Von-Stauffenberg-Straße zum Industriegebiet Göhrener Tannen. Um die Anwohner in der Gartenstadt vom Verkehr der Linie 7 zu entlasten, wird nun bei jeder zweiten Fahrt die Variante mit der Haltestelle am Technologie- und Gewerbezentrum in der Hagenower Straße getestet. Mit der Einführung der Linie 20 erfülle der Nahverkehr den Wunsch von Unternehmen in den Göhrener Tannen, erklärt Klatt.

Dass der Nahverkehr im Winter überhaupt den Fahrplan wechselt, begründet der Geschäftsführer damit, dass ein Teil der Buslinien von diesem Jahr an nicht mehr wie bisher die umliegenden Landkreise anfahren könne, Anpassungen also notwendig seien. So werden Fahrgäste aus Pinnow und Raben Steinfeld jetzt vom Verkehrsbetrieb des Landkreises Ludwigslust-Parchim befördert. Die Linie 6 endet deshalb in Mueß.

Mit der Buslinie 8 fährt der Nahverkehr weiterhin bis nach Lübstorf, obwohl der Nordwest-Kreis die Strecke mit dem eigenen Verkehrsunternehmen bedient. Ziel der Linie in der umgekehrten Richtung ist jetzt die Jugendherberge. Sollten allerdings die Busse der Linie 14 von Mitte Februar an wieder die Herberge ansteuern, würde die Linie 8 wie in der Vergangenheit am Hauptbahnhof enden, betont Klatt.

Neben einer Reihe von weiteren kleineren Änderungen dürften sich insbesondere die Stern Buchholzer über zusätzliche Fahrten auf der Buslinie 9 freuen. Nach der Eröffnung der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge auf dem alten Kasernengelände im Ortsteil hatte sich das Fahrgastaufkommen zu bestimmten Zeiten deutlich erhöht.

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