Schwerin-Gartenstadt : Fachmarkt lässt weiter auf sich warten

Schwerino steht für „Schwer in Ordnung“ und soll kommen in die Gartenstadt kommen. Wann, ist weiterhin offen.
Schwerino steht für „Schwer in Ordnung“ und soll kommen in die Gartenstadt kommen. Wann, ist weiterhin offen.

Baubeginn in der Gartenstadt noch nicht absehbar – Pläne wurden einmal mehr geändert

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06. Mai 2017, 05:00 Uhr

„Jetzt geht es los, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, sagt Projektmanager Rainer Beckmann. Er ist sich einmal mehr sicher, dass das Fachmarktzentrum „Schwerino“ an der Ecke Ludwigsluster Chaussee/Umgehungsstraße endlich gebaut werden kann. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, doch es sind noch einige Hürden zu nehmen.

Das Baufeld ist abgeräumt, der Wald entlang der Umgehung ausgedünnt. Das Holz will der Forstwirtschaftsbetrieb, der diese Arbeiten erledigt hat, verkaufen. Der Wald ist jetzt kein Wald mehr. „Der Streifen wurde umgewandelt, damit wir dort bauen können“, sagt Beckmann.

Doch bevor sich die ersten Bagger drehen, muss der Projektmanager noch eine Hürde nehmen: die Verwaltung. Denn das Konzept für „Schwerino“ hat sich erneut geändert. Jetzt soll dort kein Baumarkt einziehen, sondern ein Möbelhändler. „Dadurch haben wir Abweichungen von den bisher im Bebauungsplan festgelegten Baugrenzen. Es wird weniger Fläche überbaut. „Deshalb haben wir erneut eine Bauvoranfrage gestellt.“ Die wird gerade im Bauamt der Stadt bearbeitet. Wie es derzeit aussieht, wird es wohl einen positiven Bescheid geben – allerdings mit Auflagen. „Wenn wir noch einmal den Bebauungsplan anpassen müssen, so wird das schnell gehen“, sagt Beckmann.

Es wäre nicht das erste Mal, dass der B-Plan geändert wird. Die Gründe bisher waren die vorgesehenen unterschiedlichen Nutzungen. Mal sollte ein Supermarkt einziehen, auch ein Baumarkt, ein Gartenmarkt, ein Drogeriemarkt, Café, Restaurant, Bäckerei, und sogar ein so genanntes Factory-Outlet-Center waren im Gespräch. Die Ankündigung, dass der französische Sportartikelhändler Decathlon in das Fachmarktzentrum einziehen will, sorgte für Aufregung unter den Einzelhändlern der Stadt. Doch entweder waren es vage Ankündigungen oder es sprangen Interessenten ab, oder an anderer Stelle in der Stadt gab es Entwicklungen, die für „Schwerino“ neue Überlegungen erforderten. Jetzt teilte Rainer Beckmann mit, dass ein Möbelmarkt einziehen wird.

Fest steht auch: Der Gebäudekomplex wird aus Fertigteilen gebaut. Diese Betonelemente würden in Schwerin produziert, so der Vorhabenmanager. Die Außenanalgen hat ein Schweriner Landschaftsarchitekt entworfen. „Das wird etwas ganz Besonderes, sowohl architektonisch, als auch von den Außenanlagen her“, sagt Beckmann.

Die Idee, in der Gartenstadt ein Fachmarktzentrum zu bauen, ist schon fast neun Jahre alt. Nach langen Planungen, Gutachten und Gegengutachten, Umplanungen und vielen Diskussionen in der Stadtvertretung sowie unter den Schweriner Einzelhändlern war ein Bebauungsplan erarbeitet worden. Der musste aber immer wieder geändert werden.

Der Beginn der Erschließungsarbeiten war bereits für den Sommer vergangenen Jahres angekündigt. Wann es tatsächlich losgehen kann, hängt jetzt von den Auflagen ab, die von der Stadtverwaltung und eventuell auch vom Bauausschuss formuliert werden.

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