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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 14:29 Uhr

Bülow Bauarbeiten : Extraschicht stützt neue Straße

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mooriger Untergrund bereitet Probleme: Nach zwei Wochen Unterbrechung wird zwischen Badegow und Bülow wieder gebaut

von
erstellt am 18.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Seit dieser Woche gibt es wieder Bewegung auf der Baustelle der Kreisstraße, die von der B 392 nach Bülow führt. Lastwagen bringen etwa 5000 Tonnen Füllboden, den Walzen festfahren. „Wir fräsen noch Zement ein, so dass eine 30 Zentimeter starke, zusätzliche Tragschicht entsteht, bevor wir die eigentliche Kreisstraße errichten“, erläutert Oliver Raettig vom Schweriner Planungsbüro Pöyry.

Dass der etwa ein Kilometer lange Abschnitt dieser Kreisstraße so gebaut wird, war eigentlich nicht vorgesehen. Doch die ursprüngliche Variante mit dem Einbau eines Vlieses zwischen dem moorigen Untergrund und der Straße erwies sich als unzureichend. Das zeigte sich auf dem Probefeld, das extra angelegt worden war. „Dazu ist so ein Probefeld ja auch da“, fügt Hans-Georg Zwang vom Kreis Ludwigslust-Parchim an. Dass dieses Feld angelegt und die Setzungen genau beobachtet und untersucht wurden, sei die richtige Entscheidung gewesen, sind sich Planer und Bauherr einig. „So konnten wir nachjustieren, ohne dass ein Schaden entstanden ist“, betont Zwang. Der Straßen- und Tiefbauchef im Parchimer Landratsamt betont, dass sowohl Kosten- als auch Zeitplan für das Projekt eingehalten werden: Rund 610  000 Euro investiert der Landkreis in diesem Herbst, damit ein weiterer Kilometer der Kreisstraße ausgebaut wird. Und Anfang Dezember soll der kürzeste Weg von der B 392 nach Bülow auch wieder frei sein. Damit die neue Variante von jetzt an reibungslos klappt, wird während des Baus ständig gemessen, wie sich die Moorschicht unter der Straßentrasse verhält.

Dieser Bauabschnitt an der Kreisstraße ist nicht der erste, aber der erwartet schwierigste. Denn die Trasse liegt neben der Warnow. Nach Meliorationsarbeiten zu DDR-Zeiten sackte die alte Straße ab, die Fahrbahn war eine gefürchtete „Huckelpiste“ und außerdem zu schmal für eine Kreisstraße. Die Bülower und ihr Bürgermeister Klaus Aurich drängten daher seit Jahren drauf, dass der Landkreis die Hauptzufahrt zur Gemeinde ausbaut. Da in der Kreiskasse das Geld knapp ist, erfolgt der Ausbau auf eine sechs Meter breite Straße mit zwei Fahrbahnen in Etappen. Begonnen wurde damit vor zwei Jahren an der B 392 in Badegow. Im vorigen Herbst war der Abschnitt von Badegow bis zu Beginn der Moorwiesen an der Reihe. In diesem Jahr kommt „nur“ ein weiterer Kilometer der Straße hinzu. Und das ist keine Instandsetzung, sondern quasi ein Neubau auf und neben der alten Trasse. Fürs kommende Jahr ist dann der vierte und letzte Abschnitt bis zum Ortseingang von Bülow an der Reihe, blickt Zwang voraus.

Die Bülower nehmen für dieses Projekt bereits zum dritten Mal im Herbst eine lange Umleitungsstrecke in Kauf. Denn gebaut wird immer bei Vollsperrung. Dennoch bekamen die Anwohner sehr schnell mit, dass der Bau in diesem Jahr für knapp zwei Wochen ruhte. Bei der Sitzung der Gemeindevertreter in der vorigen Woche gab es eine Reihe von Nachfragen, die Bürgermeister Klaus Aurich bei der Bauberatung am Montag vortragen konnte: „Ich bin zuversichtlich, dass die Fach- und Bauleute Wort halten und es nun zügig vorangeht.“

Hans-Georg Zwang weist darauf hin, dass die Vollsperrung unbedingt eingehalten werden muss. Denn gerade während der Baupause seien zahlreiche Fahrzeuge über die Trasse gefahren. „Das geht jetzt nicht mehr“, betont Zwang.

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