Oldtimer rund um Demen unterwegs : Excelsiors auf Jubiläumstour

Besondere Gäste bei der Schnauferl-Rallye:  Excelsior-Fahrer kamen mit ihren Krädern zur Oldtimer-Ausfahrt nach Mecklenburg.
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Besondere Gäste bei der Schnauferl-Rallye: Excelsior-Fahrer kamen mit ihren Krädern zur Oldtimer-Ausfahrt nach Mecklenburg.

Fans der Brandenburger Kräder kamen zur Schnauferl-Rallye nach Mecklenburg

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28. Mai 2017, 20:45 Uhr

Die sieben Excelsior-Kräder im Tross der 66 Oldtimer der Schnauferl-Rallye durch Mecklenburg zogen besonders viele Blicke der Fans historischer Technik auf sich. „Dass die Excelsior-Fahrer ihr Jubiläum, ihr zehntes Treffen, hier mit uns feiern, bereichert unsere Schnauferl-Rallye“, freut sich der Brüeler Michael Przibilski vom Organisationsteam. Rein zahlenmäßig hinkt diese Ausfahrt mit Oldtimer-Autos und Kräder zwar um eine Veranstaltung hinterher, doch der Rahmen stimmte. Es war die neunte Schnauferl-Rallye, die am Sonnabend im Demen startete und endete. Bis Lübz und Dobbertin lenkten die Piloten ihre Maschinen, legten Pausen ein, auch um die Fragen der Neugierigen zu beantworten. „Das hier ist eine tolle Veranstaltung, das hat sich rumgesprochen“, erzählt Andreas Ernst aus Britz bei Eberswalde. Der 49-Jährige hat eine 200er-Touren Excelsior, Baujahr 1928/1929 mitgebracht, die er selbst aufgebaut hat. Die gleiche Maschine fährt Werner Grineisen aus Nordhessen. „Mit der waren schon mein Vater und meine Mutter unterwegs“, berichtet der 69-Jährige. Bis wegen des Zweiten Weltkrieges die Produktion eingestellt wurde, produzierte Excelsior in Brandenburg an der Havel Kräder. Einige sind bis heute in ganz Deutschland auf den Straßen unterwegs. „Die passen haargenau auf unsere Tour“, betont Michael Przibilski. Denn an der Schnauferl-Rallye dürfen nur fahrtüchtige, zugelassene Maschinen teilnehmen, die Baujahr 1945 oder älter sind. Dank der Excelsior-Kräder gab es dieses Mal ein ausgewogenes Verhältnis von Vier- und Zweirädern. „Das Wichtigste ist, dass wir wieder heil ankommen“, betont Werner Grineisen. Er meint damit alle Starter, aber vor allem sich und seine Maschine. Doch die Ausfahrt durch Mecklenburg, der Austausch mit Gleichgesinnten aus ganz Deutschland, der Schweiz, aus Russland und Weißrussland lohnt sich. Ganz aufgegangen ist der Wunsch des Hessen nicht: Sieben Ausfälle waren zu beklagen – aber nur technische.

Dadurch ließen sich die von weither Angereisten nicht entmutigen: Ein kleiner Tross machte sich am Sonntag zum zweiten Mal auf eine Tour. Von Demen aus ging es ins Kutschenmuseum Kobrow.

Im kommenden Jahr feiert dann die Schnauferl-Rallye ihr Zehnjähriges. Die Ausfahrt findet wieder am letzten Maiwochenende statt. Wo genau steht noch nicht fest.

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