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Schweriner Schüler auf Reisen : Europäische Musik für China

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Jugendkammerchor des Goethegymnasiums geht vom 28. März bis zum 4. April auf Konzertreise in die Millionenstadt Dalian

von
erstellt am 18.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Auftritte, Wettbewerbe und sogar Tourneen im Ausland sind für die jungen Musiker des Goethegymnasiums und ihre Lehrer gar nicht so ungewöhnlich – aber eine Konzert-Reise nach China ist schon ein Sahnehäubchen im Schulalltag. Vom 28. März bis zum 4. April reisen der Jugendkammerchor und mehrere Lehrer nach Dalian. Die Hafenstadt im Norden des Landes hat mehr als sechs Millionen Einwohner, mehrere bedeutende Universitäten und ist einer der wichtigsten Marinestützpunkte Chinas. Im Reich der Mitte präsentieren die Schweriner Sänger Chormusik aus fünf Jahrhunderten mit Werken von Telemann, Lortzing, Dvorak, Distler und Chilcott. Sie bringen europäisches Kulturgut nach Asien und nehmen dafür spannende Eindrücke mit nach Hause aus dem bevölkerungsreichsten Staat der Erde, der zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt. Die Schweriner Delegation ist untergebracht in Gastfamilien. Zu welchen Problemen und positiven Überraschungen das führen kann, wissen Chorleiter Bernd Spitzbarth, seine Kollegen und die Sänger schon von Besuchen junger Chinesen in Schwerin. Anfang Februar war eine Gruppe hier, im Vorjahr ebenfalls. „Die Chinesen sind sehr höflich und freundlich, sprechen aber meistens kein Deutsch und nur wenig Englisch“, sagt Bernd Spitzbarth. „Aber sie lieben die europäische Musik. Auch wenn sie einen völlig anderen Zugang zu ihr haben als wir.“ Weniger inhaltlich und intellektuell, sondern klanglich.

Der China-Besuch wird organisiert von einer Agentur aus Hamburg, mit der Bernd Spitzbarth seit einigen Jahren zusammenarbeitet. Zum Besuchs-Programm gehören neben Konzerten ein Abstecher an die Große Mauer und nach Peking. Die Agentur ist auch für die Unterbringung der Schweriner zuständig. „Ich habe gehört, dass sich wohl 250 Familien darum beworben haben, einen von uns aufzunehmen“, sagt Bernd Spitzbarth. „Die Menschen dort sind unglaublich neugierig.“ Außerdem sehr spontan, dafür aber nicht immer ganz so präzise organisiert wie die Deutschen, weiß der Musiker. Er selbst hat nämlich schon Lehrer-Workshops in Dalian gegeben.

Der Jugendkammerchor, mit dem er diesmal reist, existiert am Goethegymnasium seit 2014 und vereint die 23 talentiertesten und ehrgeizigsten jungen Sänger der Schule ab Klasse zehn. In Portugal und der tschechischen Republik trat der Chor schon zu Wettbewerben an, holte jeweils Goldmedaillen.

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