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Schweriner wollen ins Parlament : EU-Politik neben dem Schulalltag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sieben Schüler des Fridericianums haben sich für Bundesentscheid des Europäischen Jugendparlamentes qualifiziert

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2016 | 23:41 Uhr

Internationaler Terrorismus, Tourismus oder der Klimawandel – keine alltäglichen Themen für Elftklässer. Anders jedoch für sieben Schüler des Fridericianums: Das Team aus der Landeshauptstadt hat sich jetzt für den Bundesentscheid des Europäischen Jugendparlamentes in Lübeck qualifiziert.

Lehrerin Annette Uffmann hatte bereits die Vorgänger von Hannah Ludmann, Nawal Solh, Ivo Kellner, Timo Preuß, Jannis Stöter, Philip Weber und René Becker betreut und durfte mit ihnen nach Dublin zur internationalen Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes fahren. „Das ist wirklich ein einmaliges Erlebnis“, sagt die Sozialkundelehrerin. Jannis und Co. wollen nun auch zur internationalen Sitzung – Ziel ist diesmal jedoch nicht Irland, sondern Laax in der Schweiz.

Ende März nahmen die Schüler des Friedricianums am Regionalausscheid in Eckernförde teil – mit Erfolg. Der sei jedoch nicht von ungefähr gekommen. „Die Schüler haben sich extra in den Ferien getroffen und die Arbeit untereinander aufgeteilt“, erzählt Uffmann.

Mehr als 100 Jugendliche aus ganz Norddeutschland kamen zusammen und diskutierten unter dem Thema „Europäischer Tourismus“. Neben der Politik gab es jedoch auch ein buntes Rahmenprogramm. „Jede Delegation bekam ein Land zugelost und musste einen Stand gestalten“, erläutert Ivo. Für die Schüler aus der Landeshauptstadt drehte sich im „Eurovillage“ alles um Schweden: Stilecht in den Landesfarben Blau und Gelb gestalteten die Jugendlichen ein Buffet mit Köttbullar, Knäckebrot und vegetarischem Heringssalat.

Als nächste und letzte Hürde wartet nun der Bundesentscheid in Lübeck vom 6. bis 11. Juni auf die engagierten Schweriner. „Das Thema lautet Gesundheit. Wir müssen dazu im Vorfeld gemeinsam Resolutionen zu bestimmten Themen verfassen“, erklärt Jannis. „Weitere Voraussetzung ist auch die Analyse der Resolutionen anderer Teams und eine entsprechende Stellungnahme“, fügt Philip hinzu. Alles in Englisch.

In den nächsten Wochen gehe die Planung und Formulierung der Resolutionen für den Bundesentscheid in Lübeck los. „In einer gemeinsamen Whatsapp-Gruppe halten wir uns alle auf dem Laufenden“, sagt Nawal. Der Rest werde über E-Mails kommuniziert. Viel Arbeit – die die Nachwuchspolitiker neben dem Schulalltag aber gerne in Kauf nehmen. Berufspolitiker möchte aber keiner der Schüler werden. Einzig Nawal spielt mit dem Gedanken, Politikwissenschaften zu studieren. Eines eint jedoch alle sieben: das Interesse an Politik, Diskussionskultur und der Europäischen Union. Und der Wille, erneut erfolgreich und dann in der Schweiz dabei sein zu dürfen.

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