Kulinarische Weltreise in Schwerin : Essbare Kunststücke aus Fernost

Er ist einer von zwei Sushi-Köchen bei Tokyo Sushi in Krebsförden: Tram Trung Thang. Die feinen Fisch-Reis-Häppchen erfreuen sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit.
Er ist einer von zwei Sushi-Köchen bei Tokyo Sushi in Krebsförden: Tram Trung Thang. Die feinen Fisch-Reis-Häppchen erfreuen sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit.

Tokyo Sushi im Sieben- Seen-Center will den Kunden Erlebnisgastronomie bieten

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27. Februar 2018, 23:12 Uhr

In der Landeshauptstadt leben Menschen aus aller Welt. Aus ihrer Heimat haben die Zugezogenen nicht nur ihre Sprache und ihre Traditionen, sondern auch ihre Essgewohnheiten mitgebracht. Einige kochen in Restaurants für die Schweriner ihre einheimischen Speisen. Andere bieten in ihren Läden frisches Obst und Gemüse und Waren feil, die es beim Discounter nicht gibt. Heute: Essbare Kunst aus Fernost.

Vor einigen Jahren noch skeptisch beäugt, hat sich das Essen aus dem fernöstlichen Inselreich hierzulande längst etabliert. Gab es früher die feinen Fisch-Reis-Häppchen nur in der gehobenen Gastronomie, sind sie heute ein leckeres Essen für jedermann. Vorausgesetzt, man mag rohen Fisch.

Die japanische Küche gilt als leicht und bekömmlich. Genau danach verlangten deshalb die Konsumenten, erzählt Vu Quang Nam, Mitarbeiter im Tokyo Sushi im Sieben-Seen-Center. „Stark gefragt ist unser Sushi-Band, an dem sich die Gäste selbst mit Häppchen bedienen“, erzählt der 54-Jährige, der seit vier Jahren die rechte Hand von Chefin Thai Thi Xuan Huong ist. Besonders junge Leute seien von dieser Art der Erlebnisgastronomie angetan. „Mit diesem ,Running-Sushi‘ haben wir in Schwerin ein Alleinstellungsmerkmal. Einige Gäste kommen sogar aus Hamburg und Umgebung, nur um bei uns zu speisen. Ältere mögen lieber asiatische Küche wie Ente, gebratene Nudeln, Hähnchenspieße, Sesambällchen oder Wok-Gerichte. Wenn sie aber erst einmal Sushi probiert haben, finden sie es oft lecker. Zumal wir einiges an Sushi auch dem europäischen Gaumen angepasst haben. Vegetarisches bieten wir ebenfalls an.“

Dass Sushi bereits seit dem 17. Jahrhundert im Reich der aufgehenden Sonne serviert wird, ist für manchen Genießer vielleicht neu. Wichtig ist in jedem Fall die Frische des Fisches. „Wir erhalten bis zu dreimal die Woche beispielsweise Thunfisch und Lachs aus dem Handelshof“, erklärt Nam, der am liebsten Avocado-Rolls mag. Sauberkeit und Hygiene seien die allerwichtigsten Pfeiler des kleinen Unternehmens, das zwei Sushi-Köche und zwei Köche für asiatische Küche beschäftige. „Unsere Experten für Sushi haben viele Jahre ihre Handwerk gelernt“, betont Vu Quang Nam, der zu DDR-Zeiten ins Land kam und blieb. Nach Vietnam komme er nur noch selten. „Die Reise selbst ist gar nicht so teuer, aber es ist bei uns Brauch, für jeden in der Familie Geschenke mitzubringen. Das geht ganz schön ins Geld“, verrät der junge Mann während er sich darum kümmert, dass das Laufband bestückt wird. Denn die ersten hungrigen Kunden warten bereits, sich hinsetzen zu können. Von 10 Uhr bis 20 Uhr, montags bis sonnabends, ist geöffnet. „Die Lage ist hervorragend. Wir haben viel Laufkundschaft, aber auch Stammpublikum.“ Und in der Tat legen Kunden des Centers gern eine Pause ein, um sich mit einer Bento-Box für zu Hause einzudecken. Dabei können sie aus verschiedenen Variationen wählen. Wovon auch gern Gebrauch gemacht werde. „Sushi zum Mitnehmen ist ein weiteres Standbein unseres Unternehmens“, sagt Vu Quang Nam. Die gefüllten oder belegten Häppchen seien ein schönes und abwechslungsreiches Essen, das man auch gut mit Freunden und Familie teilen könne. Zumal sie optisch kunstvoll angerichtet seien. „Manchmal bleiben Kunden einfach nur stehen, ohne zu kaufen, weil sie fasziniert sind von den kleinen, essbaren Kunstwerken.“

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