Viele Abc-Schützen in Schwerin : Es wird eng in den Grundschulen

Vier künftige 1. Klassen mit je 26 Schülern: Die Nils-Holgersson-Schule wird den Hort auf das benachbarte Schulgebäude auslagern, weil im eigenen Haus Unterrichtsräume knapp werden.
Vier künftige 1. Klassen mit je 26 Schülern: Die Nils-Holgersson-Schule wird den Hort auf das benachbarte Schulgebäude auslagern, weil im eigenen Haus Unterrichtsräume knapp werden.

Mehr Erstklässler für das kommende Schuljahr gemeldet. Stadt legt Kapazitätsgrenzen für ihre Schulen fest

von
19. Januar 2016, 06:00 Uhr

In den Grundschulen der Stadt wird es eng. Das liegt an den geburtenstarken Jahrgängen, am Zuzug junger Familien und auch – wenn auch nur gering – an der Schulpflicht von Flüchtlingskindern. Insgesamt 790 Kinder werden sich nach Auskunft der städtischen Schulbehörde anmelden.

Vor zwei Jahren hatten die großen Zahlen von Erstklässlern für reichlich Ärger bei den Eltern gesorgt. Gab es für den Erst- und Zweitwunsch einer Schule keine freien Plätze mehr, drohte die zwangsweise Zuweisung einer Schule durch das übergeordnete Staatliche Schulamt. Noch bis kurz vor Ende der Sommerferien blieben Eltern im Unklaren (SVZ berichtete). Im vergangenen Sommer gab es diese Probleme nicht mehr. Auch wenn es nicht für jedes Kind die Wunschschule gab, konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Das will die Stadt auch in diesem Jahr erreichen.

Um auf rechtlich sicheren Füßen zu stehen, muss die Aufnahmekapazität an den Grundschulen festgelegt werden. Das entsprechende Papier der Verwaltung wird Dezernent Andreas Ruhl heute Abend im Hauptausschuss der Stadtvertretung zur politischen Diskussion frei geben.

So soll die Heinrich-Heine-Schule gleich vier erste Klassen aufnehmen, obwohl nur drei vierte Klassen das Haus verlassen werden. Gleiches gilt für die ebenfalls stark nachgefragte Friedensschule und die Grundschule Lankow. Auch in der Nils-Holgersson-Grundschule soll es vier erste Klassen geben. Drei werden es in der John-Brinckman-, der Fritz-Reuter-, der Astrid-Lindgren-Grundschule und der Grundschule am Mueßer Berg. So können 28 erste Klassen mit bis zu 722 Abc-Schützen im neuen Schuljahr eröffnet werden.

Dass das ausreicht, davon geht die amtierende Jugendamtsleiterin Manuela Gabriel aus. „Wir erwarten wie in den Vorjahren, dass sich die Anmeldezahl von 790 Schülern noch reduzieren wird. Denn die schulärztlichen Untersuchungen, Schulaufnahmetests und eventuell Diagnostik auf zusätzliche Förderbedarfe laufen jetzt nach und nach an. Mit einem Abschluss darf nicht vor Ende April 2016 gerechnet werden.“ Außerdem werde sich erfahrungsgemäß die Zahl der Eltern noch erhöhen, die sich für eine Schule in freier Trägerschaft entscheiden werden. Dezernent Andreas Ruhl macht anhand des erfreulichen Anstiegs der Kinderzahlen auch deutlich: „Wir wollen mittelfristig das Angebot erweitern und denken auch über einen Neubau nach.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen