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Interkulturelle Wochen in Schwerin : Es geht um Menschlichkeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zur Eröffnung der Interkulturellen Wochen sprachen Vertreter der Religionen über Vielfalt und Hilfsbereitschaft

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Was bewegt den Menschen dazu, sich für andere einzusetzen, zu helfen in der Not? „Anfangs wollte ich das allein auf die Religion zurückführen. Denn wer anderen Gutes tut, kommt ins Paradies“, sagt Mohamed Dib Khanji, Vorsitzender des Islamischen Bundes in Schwerin. Aber dann lernte er hier Menschen kennen, die sich keiner bestimmten Religion zugehörig fühlten und trotzdem anderen halfen. „Jetzt weiß ich, dass es die Menschlichkeit ist, die uns verbindet und sie ist allen angeboren.“ Der Imam gehörte zu den Festrednern vom Interreligiösen Dialog. Sie eröffneten gestern Nachmittag auf dem Schweriner Marktplatz die Interkulturellen Wochen. „Vielfalt verbindet“ ist ihr Titel. Und Vielfalt herrscht für Mohamed Dib Khanji dort, wo Freiheit, Menschenwürde und Gerechtigkeit ihren Platz finden. Für Rudolf Hubert von der katholischen St.-Anna- Gemeinde und Ingrid Ziemann von der evangelischen Versöhnungsgemeinde bedeutet Vielfalt auch, jeden Menschen zu nehmen, wie er ist, Fragen, Hoffnungen und Sehnsüchte zuzulassen und gemeinsam zu feiern und zu tanzen. „In jedem Menschen ist etwas, das größer ist als er selbst“, sagt Ingrid Ziemann.

Menschen aus rund 100 Nationen leben zurzeit in Schwerin, erklärte Hanne Luhdo vom Netzwerk Migration, die durch das Programm führte und dabei auch das Schwerin-Lied präsentierte. Regionales und Internationales sollen sich bis zum 4. Oktober noch näher kommen. Dazu gibts ein Programm mit 40 Veranstaltungen – dabei ein internationales Gorodki-Turnier vom 15. bis 17. September, einen Weltmarkttag am 21. September und den Tag der offenen Moschee am 3. Oktober.

Schon heute um 15 Uhr gehen die Interkulturellen Wochen weiter mit dem Pontos-Festival auf dem Berliner Platz. Liudmyla Sientsova und Anna Vashchenko, zwei Frauen aus der Ukraine, die in Schwerin eine neue Heimat fanden, haben gemeinsam mit dem Ukrainisch-deutschen Kulturzentrum die Tanzgruppe „Weselka“ eingeladen – 50 farbenprächtig kostümierte Kinder aus der Ukraine, Weißrussland und Deutschland mit Volksliedern, Tänzen und traditionellen Darbietungen.

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