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Zeitung für die Landeshauptstadt

16. Januar 2018 | 13:11 Uhr

Keine Probleme : Es geht auch ohne Brücke

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Verkehrslösung in der Ludwigsluster Chaussee funktioniert relativ reibungslos und Busumleitung findet Akzeptanz

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 23:21 Uhr

Entgegen aller Befürchtungen von massiven Rückstaus auf der Ludwigsluster Chaussee durch die Einrichtung einer neuen Ampelkreuzung als Ersatz für die gesperrte Stadionbrücke läuft der Verkehr ziemlich reibungslos. „Wir haben gleich nach der Inbetriebnahme auch den abendlichen und morgendlichen Berufsverkehr beobachtet“, berichtet Carsten Bierstedt, Abteilungsleiter im Amt für Verkehrsmanagement der Stadt. „Natürlich ist der Verkehrsfluss nicht wie auf einer kreuzungsfreien Strecke, doch die Wartezeiten bewegen sich in hinnehmbarem Rahmen.“ Mitarbeiter des Amtes würden auch in den nächsten Tagen dort die Verkehrsspitzen beobachten und gegebenenfalls Ampelschaltungen optimieren, erläutert der Verkehrsplaner.

Auch der Nahverkehr meldete keine Beeinträchtigungen bei den Umleitungen der Linien 7 und 19. Zwar habe es in den Spitzenzeiten kleine Verspätungen durch das Warten an der neuen Ampel gegeben, doch das lasse sich optimieren, ist sich Nahverkehrschef Norbert Klatt sicher. „Aus unserer Sicht funktioniert die neue Lösung.“ Auch die neuen Haltepunkte in der Gartenstadt würden sehr gut angenommen. Dort sei es zwar aus Fahrersicht an einigen Stellen relativ eng, doch da die Halteverbote in diesen Bereichen eingehalten werden, gäbe es selbst für die Schlenkis keine Probleme, sagte Klatt.

Für Verärgerung sorgten gestern jedoch parkende Baufahrzeuge auf der Ludwigsluster Chaussee, die die Auffahrtspur von der Lennéstraße auf die Hauptstraße erheblich verkürzten. Der Optimierungsbedarf für die Zu- und Abfahrt zur Baustelle wird sicher noch zunehmen. Denn es muss nicht nur das abgefräste Material der alten Fahrbahn und der Gehwege von der Stadionbrücke abtransportiert werden, sondern es werden auch hunderte Tonnen Sand angeliefert und an den Brückenträgern zwischengelagert, die als Kiesbett für die Sprengung gebraucht werden.

Allen Befürchtungen zum Trotz reagieren die Anwohner auf Nachfragen der SVZ überwiegend positiv auf die neue Verkehrslösung. „Ich habe mit mehr Lärm und Stau gerechnet, doch ich kann mich momentan nicht beklagen. Die derzeitige Lösung gefällt mir gut“, so Ingo Kallweit, Holzbildhauer und direkter Anwohner. Die Anwohner können gut und gerne auf die Brücke verzichten, wenn der Verkehrsfluss nicht beeinträchtigt wird, heiß es.

Laut Kleingärtner Manfred Dreiwowski könne das für die neue Brücke geplante Geld besser angelegt werden, beispielsweise in die Erweiterung der Schwimmhalle und den Bau einer Sauna.

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