Nach Brückensprengung : Es bleibt bei neuer Stadionbrücke

Die neue Kreuzung zur Stadionstraße funktioniert – trotzdem will die Mehrheit der Stadtvertreter eine neue Brücke.
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Die neue Kreuzung zur Stadionstraße funktioniert – trotzdem will die Mehrheit der Stadtvertreter eine neue Brücke.

Stadtvertretung besteht auf neuen Brücken und Bootsanlegern und lehnt weitere Rad- und Fußwege ab

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16. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Gerangel um städtische Investitionen: Die Stadtvertretung diskutierte über Brücken, Bootsanleger sowie Rad- und Fußwege.

Für insgesamt vier Millionen Euro soll eine neue Stadionbrücke gebaut werden. Doch SPD, Unabhängige Bürger (UB), FDP, ASK und die Bündnisgrünen stellten in Frage, ob diese Ausgabe erforderlich ist. Dr. Rico Badenschier von der SPD verwies auf ein Konzept der Stadt, in dem der Rückbau von Straßen gefordert wird, um Unterhaltskosten zu sparen. „Die Stadionbrücke ist verkehrstechnisch sicherlich optimal“, so Badenschier. „Aber die jetzige Kreuzungslösung funktioniert auch.“ Die SPD forderte deshalb, das eingeplante Geld zunächst zurückzuhalten und eine genaue Analyse der Verkehrssituation abzuwarten.

Die Bündnisgrünen wollten die Sanierung der Rogahner Straße nun doch nicht mehr verschieben, aber nicht nur die Stadionbrücke aus dem Investitionsplan streichen lassen, sondern auch die Anleger Schlossbucht und Mueß, sowie die Sanierung des Hafens auf Kaninchenwerder. Das freiwerdende Geld sollte unter anderem für einen Radweg Lankow – Groß Medewege sowie für einen Fußweg in Medewege eingesetzt werden.

Auch der Neubau einer Brücke im Zuge des Gosewinkler Wegs wurde in Frage gestellt. „Ich verstehe nicht, dass kein ebenerdige Bahnübergang möglich ist“, so UB-Stadtvertreter Rolf Steinmüller. „Es ist nicht ersichtlich, warum es keine Ausnahmegenehmigung der Bahn geben soll“, ergänzte Rico Badenschier. Doch alle Einsparvorschläge wurden von der Mehrheit der Stadtvertreter abgelehnt.

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