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Landwirtschaft in Flessenow : Erster Raps lässt Bauern aufatmen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ernte läuft gut an – große Sorge bleibt die Befahrbarkeit der Ackerflächen

von
erstellt am 02.Aug.2017 | 16:00 Uhr

Der Blick auf das Regen-Radar ist den Landwirten in der Region mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. „Das ist das Erste gleich nach dem Aufstehen, obwohl eigentlich klar ist, was kommt: Regen“, sagt Landwirt Frank Piehl. Doch gestern zählte für ihn und seinen Bruder jede trockene Minute. Erst nachmittags konnten sie mit der Rapsernte bei Flessenow beginnen. Gut 13 Hektar mussten dort vom Halm. Die erste Probe ließ Frank Piehl aufatmen: 6,9 Prozent Feuchte. Das sei ein guter Wert, meint Piehl. Beim Handel werde hochgerechnet. „Die runden auf 9 Prozent auf und geben nur Abzug, wenn es zu feucht ist, oder eben die Qualität nicht stimmt“, erklärt der Alt Schlagsdorfer. Spannend werde es noch einmal, wenn der erste Ölgehalt ermittelt sei. „Ich rechne aber mit einem guten Ergebnis, denn auf den ersten Blick scheint alles gut zu sein“, sagt er. Momentan geht Piehl von einem Ertrag von gut 3,5 Tonnen pro Hektar aus: „Wenn es ganz gut läuft, dann werden es auch vier“, schätzt der Landwirt und greift noch einmal in den ersten mit Rapskörnern gefüllten Hänger. „Bei diesem Anblick macht das Ernten wieder Spaß. Was da hinten kommt, sieht allerdings eher beunruhigend aus“, sagt Piehl und zeigt auf eine große dunkelblaue Front am Himmel. Auch die Wettervorhersagen für die kommenden Tage treiben ihm kleine Sorgenfalten auf die Stirn. „Einige Kollegen sprachen sogar von Hagel. Das können wir nicht gebrauchen, auch keinen Regen mehr“, betont Piehl. Denn der Boden sei mehr als nass und die Befahrbarkeit auf manchen Schlägen gar nicht gegeben. „Wir haben schwere Technik und wenn die im Matsch versinkt, wird es auch sehr schwer, die wieder aus dem Modder zu ziehen“, sagt Piehl. Gerade beim Mähdrescher könne mit zu viel Kraft schnell der Rahmen verzogen werden. „Auch wenn uns die Zeit im Nacken sitzt, gilt: kühlen Kopf bewahren und nicht in Panik verfallen“, rät der Landwirt.

Dass das oft nicht so einfach sei, weiß er aus eigener Erfahrung. „Ich drücke uns allen die Daumen, dass die Ernte ohne große Schäden eingefahren werden kann. Dafür brauchen wir Sonne, Sonne und nochmals Sonne…“

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