Freiwillige Feuerwehren : Erst die Aufregung, dann der Spaß

Die Jugendmannschaft aus Pampow sicherte sich in Parum vordere Plätze.
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Die Jugendmannschaft aus Pampow sicherte sich in Parum vordere Plätze.

Amtsausscheid der Feuerwehren lockt auch die ehemaligen Aktiven auf den Platz – mehr als 100 Kinder und Jugendliche am Start

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08. Mai 2017, 14:00 Uhr

Die Gummistiefel konnte die Stralendorfer Amts-Jugendwartin Manuela Reichenberg am Sonnabend getrost in der Ecke stehen lassen. Denn während sie Freitag noch im Einsatz waren, da auf dem Parumer Sportplatz das große Matschen angesagt war, hatte sich das Wetter am Wettkampftag von seiner besseren Seite gezeigt. Die Mannschaften der sieben Feuerwehren aus dem Amtsbereich Stralendorf waren erleichtert, wie auch die Wettkampfrichter. Einer von ihnen war Jürgen Siemann. Der 76-Jährige gehört zwar schon seit vielen Jahren zur Ehrenabteilung der Parumer Wehr, ist dennoch engagierter Brandschützer, wenn es um organisatorische Aufgaben geht. Als Mitglied in der Gruppe „Ehemalige Amtswehrführer“ steht er parat, wenn Wettkämpfe anstehen. Auch Sonnabend hatte er ein wachsames Auge auf die Läufe der einzelnen Mannschaften. Warum er sich immer noch engagiert? „Wenn du einmal Feuerwehrmann bist, dann kannst du nicht loslassen“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Siemann ist auch diesmal schon im Vorfeld aufgeregt: „Ich habe die halbe Nacht kaum geschlafen.“ Für den Parumer Feuerwehr-Senior ist es aber auch eine große Freude, den technischen Fortschritt mitzuerleben. „Als ich vor 61 Jahren in die Feuerwehr eingetreten bin, hatten wir noch Pferd und Wagen, später einen Traktor“, erinnert er sich. Jetzt interessiert er sich für alle technischen Neuerungen. „Als Wettkampfrichter muss man sich schließlich auskennen“, fügt Jürgen Siemann hinzu. Das Herz des Parumer schlägt jedes Mal ein bisschen schneller, wenn die Familie an den Start geht: „Hier auf dem Platz sind alle Siemann-Generationen vertreten“, sagt er und lacht. Dass seine Heimat-Mannschaft diesmal nicht den Wanderpokal mitnehmen konnte, sondern Wittenförden, sei zwar unglücklich, aber kein Weltuntergang. „Der Spaß darf bei solchen Ausscheiden nicht zu kurz kommen. Es geht um die Gemeinschaft“, sagt Jürgen Siemann. Und genau diese Gemeinschaft lockt in vielen Amtswehren reichlich Nachwuchs. Mehr als 100 Nachwuchsbrandschützer traten beim Wettkampf in Parum an. „Bei manchen Feuerwehren gibt es sogar Wartelisten für die Kindergruppen“, erklärte Jugendwartin Reichenberg.

Auf einen Blick

Die Platzierungen

•  Erwachsene

Löschangriff „nass“

 1: FFW Stralendorf
 2: FFW  Warsow
 3: FFW  Wittenförden

Leistungsvergleich

1: FFW  Wittenförden
2: FFW  Warsow
3: FFW  Walsmühlen I  (Frauen)

•  Kinder

Parcours (Löschangriff)

1: KFW Warsow  (8,37 Min.)
2: KFW Pampow II  (10,37 Min.)
3: KFW Holth. II  (11,30 Min.)

Leistungsvergleich (6-10 Jahre)

1: KFW Warsow  (122,5  P.)
2:  KFW  Holthusen II (121,9  P.)
3: KFW Pampow II  (117,2  P.)

•  Jugend

Löschangriff „nass“

1: JFW Warsow  (19,0 Sek.)
 2: JFW Pampow ( 20,25 Sek.)
 3: JFW Wittenf. (20,30 Sek.)

CTIF

1: JFW Warsow  (995 P.)
2: JFW Walsmühlen (937 P.)
3: JFW Stralendorf  (897 P.)

Der Wanderpokal ging in diesem Jahr nach Wittenförden.

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