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Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 04:35 Uhr

Erneut Türsteher-Schlägerei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei: Sicherheitspersonal schlug auf am Boden liegenden Gast ein

von
erstellt am 28.Jul.2015 | 17:03 Uhr

Hat Rostock ein Türsteher-Problem? Gestern wurde ein weiterer Fall von brutaler Gewalt durch Sicherheitskräfte einer Rostocker Diskothek bekannt.

Wie die Polizei berichtete, soll ein 28-jähriger Gast beim Verlassen einer Disko im Stadtteil Reutershagen am Sonntag von einem Mitarbeiter des Sicherheitspersonals angesprochen worden sein. „Aus bisher noch unbekannter Motivation ging der Mann auf den Rostocker zu und schlug ihm ins Gesicht“, sagte die Rostocker Polizeisprecherin Dörte Lembke. Als der Gast auf dem Boden lag, schlugen und traten zwei Männer weiter auf ihn ein. „Bei den Tatverdächtigen soll es sich nach ersten Erkenntnissen um Mitarbeiter des Sicherheitspersonals handeln“, so die Polizeisprecherin. Der junge Mann erlitt Verletzungen im Gesicht sowie am Oberkörper und begab sich selbstständig zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus. Bei dem Opfer soll es sich um einen Polizisten handeln, der privat in der Disko war. Bei der Auseinandersetzung habe der Beruf aber keine Rolle gespielt, hieß es.

Anders liegt der Fall offenbar bei einer brutalen Gewalttat vor dem Rostocker Club „Helgas Stadtpalast“ am frühen Sonntagmorgen. „Wir ermitteln gegen zehn Tatverdächtige“, sagte gestern Isabel Wenzel, Sprecherin des Rostocker Polizeipräsidiums. Nach Informationen unserer Zeitung sind einige von ihnen bereits wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten polizeibekannt.

Ein Türsteher des Clubs soll einem 35 Jahre alten Polizisten, der privat unterwegs war, den Zutritt verweigert haben, weil er ihn als Polizeibeamten erkannt habe. Da der Abgewiesene protestierte, habe ihn der Security-Mitarbeiter mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Als sich der Verletzte mit seiner Freundin – die ebenfalls Polizistin ist – zurückzog, wurden sie von neun vermummten Männern angegriffen. Der Beamte erlitt unter anderem einen Nasen- und Jochbeinbruch. Nach Angaben der Polizei gehörten einige der mutmaßlichen Schläger zum Sicherheitspersonal des Clubs.

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