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Kriminalität in Schwerin : Erneut mehr Fahrräder gestohlen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei legt Statistik für das vergangene Jahr vor: Insgesamt deutlicher Rückgang der Straftaten in der Landeshauptstadt

von
erstellt am 18.Mai.2016 | 18:00 Uhr

„Wir haben aus kriminalpolizeilicher Sicht in Schwerin kein Drama. Hier ist es nicht Besorgnis erregend.“ Das sagt Polizeisprecher Steffen Salow und bezieht sich damit auf die aktuelle Polizeistatistik. Und Inspektionsleiter Ingo Renk ergänzt: „Im Vergleich zum Jahr 2014 hat sich die Sicherheitslage in Schwerin weiter verbessert. Der ab Mitte 2015 einsetzende Zuzug von Flüchtlingen hat sich entgegen anders lautender Darstellungen nicht negativ auf die Kriminalitätslage in der Landeshauptstadt ausgewirkt.“

Während im Land die Zahl der Straftaten anstieg, registrierte die Schweriner Polizei im vergangenen Jahr weniger Straftaten als im Jahr 2014. Die Zahl der erfassten Straftaten sank von 10 969 auf 9650. Dies entspricht einem Rückgang von etwa zwölf Prozent, wobei die Einwohnerzahl Schwerins um rund 1,5 Prozent anstieg.

Beispiel: 3288 Diebstähle registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Das sind 495 Fälle weniger als im Jahr 2014. Um ein Fünftel ist dabei die Zahl der so genannten qualifizierten Diebstähle, zu denen Einbrüche zählen, zurückgegangen. Wohnungseinbrüche sind beispielsweise von 169 auf 119 gesunken. In der Landeshauptstadt gab es anders als im Jahr 2014 keine Einbruchserie. „Der Rückgang ist dennoch kein Grund zur Zufriedenheit“, bilanziert Inspektionsleiter Ingo Renk. „Jeder Wohnungseinbruch bleibt ein Einschnitt in die Privatsphäre der Opfer und stellt erhebliche Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl dar.“

Einen Anstieg gab es, wie bereits im Vorjahr, bei den Fahrraddiebstählen. Während im Jahr 2013 noch 459 Fälle registriert wurden, waren es im Jahr 2014 502 und im vergangenen Jahr schon 594 Fälle. Im Vergleich zum Vorjahr gab es damit einen Anstieg um 18 Prozent.

Einen leichten Rückgang verzeichnete die Schweriner Polizei bei den Rohheitsdelikten, hierzu gehören Straftaten wie Körperverletzung, Raub, Bedrohung sowie Nötigung und Stalking. Hier wurden 1195 Fälle erfasst, das sind 92 weniger als im Vorjahr.

Im Bereich der Raubdelikte gab es einen erfreulichen Rückgang um 16 Fälle – von 88 auf 72. Mit 1072 registrierten Sachbeschädigungen war im Jahr 2015 ein Rückgang um 6,5 Prozent zu verzeichnen. Auch bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten ist ein Rückgang um 386 Fälle registriert worden.

Wie in jedem Jahr beeinflussen die Anzeigen wegen Schwarzfahrens die Kriminalitätsstatistik. 2015 wurden 1413 Schwarzfahrer gestellt, 2014 waren es 1787. Das ist ein Fünftel weniger.

Einen Anstieg gab es trotz sinkender Kraftstoffpreise bei Tankbetrügereien. Hier registrierte die Polizei im Jahr 2014 72 Fälle und im vergangenen Jahr 105 Fälle. Das entspricht einer Erhöhung um 46 Prozent.

Die Rauschgiftkriminalität ist ein typisches Kontrolldelikt, sagt Ingo Renk. Aufgrund anderer Aufgaben, insbesondere im Zusammenhang mit Demonstrationen zur Flüchtlingsproblematik – 18 Einsätze hatte die Polizeiinspektion 2015 – , konnten die erforderliche hohe Kontrolldichte und der damit verbundene Kontrolldruck nicht aufrechterhalten werden. Die Feststellungen gingen so im Vergleich zum Vorjahr von 558 Delikten auf insgesamt 280 Fälle zurück.

In der Landeshauptstadt konnten im vergangenen Jahr 3905 Tatverdächtige ermittelt werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von neun Prozent. Jede vierte Tatverdächtige war eine Frau.


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